10-15 professionelle Immobilienfotos zwischen 300 € und 350 € netto. Für einen Architekturfotografen musst du mindestens 1.000 € Budget einplanen.
Du möchtest deine Immobilie verkaufen und benötigst dafür hochwertige Bilder? Dann schaust du dich am besten nach einem professionellen Immobilienfotografen oder einem Architekturfotografen um! Diese sind darauf spezialisiert, deine Immobilie im besten Licht erscheinen zu lassen. Allerdings gibt es einige rechtliche Stolpersteine, die du bei der Erstellung und Veröffentlichung von Immobilienfotos unbedingt beachten solltest. Alle Infos und Preise findest du in diesem Artikel…
Wie werden Immobilien fotografiert?
Dein Entschluss steht fest. Du möchtest deine Immobilie verkaufen. Um einen möglichst guten Preis zu erzielen, benötigst du qualitativ hochwertige Bilder. Nun stehst du möglicherweise vor der Entscheidung: selber machen oder Profi engagieren?
Wir finden, je besser du dir vorstellen kannst, wie etwas funktioniert, desto leichter kannst du eine Entscheidung treffen. Aber egal, ob du selbst die Fotos aufnimmst oder einen Immobilienfotografen ran lässt: Es lohnt sich, dir vorher möglichst konkret vorzustellen, wie deine Immobilienfotos im Idealfall aussehen sollen.
Hier unsere besten Tipps für tolle Immobilienfotos mit Wow-Effekt:
Tipp Nr. 1: Das Licht optimal nutzen
Generell gilt: Immobilienfotos sollten immer bei Tageslicht aufgenommen werden. Am besten eignet sich ein sonniger Tag für die Aufnahmen. Die Sonne sollte allerdings nicht direkt durchs Fenster hinein scheinen. Sonst werden die Bilder schnell überbelichtet. Lege dir am besten vorab die richtige Reihenfolge für die Fotografie der Räume zurecht und nutze gegebenenfalls Gardinen oder Jalousien, um direkte Sonneneinstrahlung abzuschirmen.
Tipp Nr. 2: Die richtige Perspektive einfangen
Eine möglichst große Raumtiefe erzielst du, wenn du pro Aufnahme mindestens drei Wände aufs Foto bekommst. Fotografiere dazu am besten vom Türrahmen aus diagonal durchs Zimmer. Je mehr Raum auf einem Bild abgebildet ist, desto besser.
Tipp Nr. 3: Mit Details spielen
Highlights wie ein Kamin, ein hochwertiger Parkettboden, eine architektonisch eindrucksvolle Treppe, Deckenornamente, eine Kochinsel oder elegante Türen stellen wertvolle Verkaufsargumente dar. Wird die Wohnung oder das Haus möbliert angeboten, zählt auch die Einrichtung dazu. Mache ruhig gezielt ein paar Nahaufnahmen von den Highlights, die deine Immobilie zu bieten hat. Aber übertreibe es nicht! Zu viele Highlights verwirren und wirken sich eher kontraproduktiv auf deinen Verkaufserfolg aus.
Tipp Nr. 4: Wohnatmosphäre schaffen
Bei leerstehenden Wohnungen braucht es viel Fantasie, um sich die Wohnung im eingerichteten Zustand vorzustellen. Wenn möglich, solltest du daher gerne bereits ein paar Stimmungsfotos machen, wenn die Wohnung oder das Haus noch eingerichtet ist. Ist das nicht möglich, kannst du auch mit einer virtuellen 360°-Visualisierung nachhelfen. Hier kannst du deine Wohnung nachbilden und virtuelle Möbel einfach hinzufügen. Die digitalen Planungstools eignen sich übrigens auch für Immobilien, die sich noch in der Planungsphase befinden.
Tipp Nr. 5: Das richtige Equipment
Auch wenn die Handykameras heutzutage immer besser werden, macht es doch einen riesen Unterschied, wenn für die Fotoaufnahmen ein professionelles Equipment zum Einsatz kommt. Dazu gehören mindestens eine vernünftige Kamera, verschiedene Objektive, ein Stativ und mehrere Blitze. Wenn du nicht gerade ein Hobby-Fotograf bist, wirst du diese Ausstattung vermutlich nicht herumliegen haben. Spätestens jetzt lohnt es sich, über einen professionellen Immobilienfotografen nachzudenken. Möchtest du die Fotos dennoch selbst anfertigen, kannst du dir auch Fotoequipment mieten.
Tipp Nr. 6: Räume richtig zuordnen
Gerade bei einer leerstehenden Wohnung solltest du darauf achten, dass der Betrachter einen Eindruck davon bekommt, was für ein Raum dargestellt wird. Gegebenenfalls kannst du für die Fotoaufnahmen einige Requisiten mitbringen, die auf den Verwendungszweck der Räume hinweisen, zum Beispiel ein paar Teller und Servietten für das Esszimmer.
Tipp Nr. 7: Private Gegenstände entfernen
Private Gegenstände wie Handtaschen, Handys, Renovierungsmaterialien oder Ähnliches haben auf professionellen Immobilienfotos nichts zu suchen. Die Immobilie sollte am Tag der Aufnahmen vollständig aufgeräumt und sauber sein. Zudem solltest du ungewollte Selbstportraits in Spiegeln oder Fenstern vermeiden. Sonst wirken die Bilder unprofessionell.
Tipp Nr. 8: Außenaufnahmen anfertigen Viele vergessen im Eifer des Gefechts, auch Fotoaufnahmen von der Außenseite des Gebäudes anzufertigen. Dies kann jedoch ein wesentliches Verkaufsargument sein, vor allem, wenn es sich um einen architektonisch stilvollen Neubau oder einen klassischen, gepflegten Altbau handelt. Liegt das Objekt in einer begehrten Wohngegend, ist dies ebenfalls ein Verkaufsargument. Wer mag, kann dann auch Highlights aus der Umgebung mit ins Inserat aufnehmen, zum Beispiel ein See, die Altstadt in der Nähe, oder Ähnliches.
Tipp Nr. 9: Bilder nachträglich bearbeiten
Mit Photoshop und Co. lässt sich nachträglich noch einiges aus den Immobilienfotos herausholen. So können die Bilder beispielsweise nachträglich aufgehellt oder abgedunkelt werden. Ein Weißabgleich schafft zusätzlich mehr Brillanz. Dadurch wirken die Bilder lebendiger und hochwertiger.
Tipp Nr. 10: Qualität ist wichtiger als Quantität
Spätestens bei der Inseratserstellung geht’s an die Bildauswahl. Es ist nicht nötig, alle Räume im Detail darzustellen. Bei Immobilienfotos geht es vielmehr darum, die Vorzüge der Immobilie darzustellen und Kaufinteresse zu wecken. Den Rest sehen die Interessenten spätestens bei der Besichtigung. Zu viele Bilder schrecken eher ab, vor allem, wenn sie unnötige Details zeigen. Daher lieber die besten 10 bis 15 Aufnahmen nutzen als 50 weniger gute.
Was kostet ein Immobilienfotograf?
Du hast bereits eine genaue Vorstellung davon, wie du deine Immobilie auf den Bildern darstellen möchtest? Dann kannst du dich jetzt auf die Suche nach einem geeigneten Immobilienfotografen machen. Viele geben bereits auf ihrer Webseite Hinweise zu den Preisen oder bieten Pakete an. Für 10-15 Aufnahmen einer kleinen Wohnung zahlst du ab 150 Euro, zuzüglich Mehrwertsteuer. Manche Immobilienfotografen berechnen zusätzlich die Anfahrt. Bei anderen ist eine Anfahrt inklusive. Zusätzlich können Specials wie Filme oder 360°-Visulaisierungen gebucht werden.
Hier ein Überblick über die gängigen Preise:



