Die Kosten für einen Keller hängen von der Bauweise und Größe ab. Kostengünstige Fertigkeller gibt es bereits ab 150 € bis 200 €/m². Gemauerte Keller oder Keller aus Ortbeton kosten im Schnitt 300 €/m². Eine weiße Wanne verursacht Mehrkosten von 15.000 bis 20.000 €. Allein ein Kubikmeter WU-Beton ist rund 25 Prozent teurer als herkömmlicher Beton.

Ob als Lagerfläche, Waschküche oder Hobbyraum: Keller lassen sich vielseitig nutzen. Daher planen viele einen Hausbau mit Keller. Dabei ist ein Keller nicht immer sinnvoll. Besonders, wenn die Kosten für den Bau den eigentlichen Nutzen übersteigen.

Wer errichtet einen Keller?

Für den Bau eines Kellers werden Maurer oder allgemein Baufirmen für den Hausbau beauftragt. Aber auch Stahl- und Betonbauer kommen hier zum Zug.

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Wie sinnvoll ist es, ein Haus mit Keller zu bauen?

Ob du einen Keller benötigst oder nicht, musst du selbst entscheiden. Gründe für einen Hausbau mit Keller sind:

  • Die Nutzfläche wird vergrößert.
  • Das Erdgeschoss muss nicht um teure Nebenräume erweitert werden.
  • Das Haus erlebt mit einem Keller eine Wertsteigerung und kann besser weiterverkauft werden.

Generell kostet ein Quadratmeter Haus 1.400 bis 2.200 €/m². Dabei spielt die Endgröße des Zimmers keine Rolle. So kann ein noch so kleiner Hauswirtschaftsraum bereits genauso viel kosten, wie ein Fertigkeller samt Errichtung. Während der eine Raum nur wenige Quadratmeter groß ist, kann ein Keller für den gleichen Preis gut und gerne zwischen 70 bis 90 m² groß werden.

Kostenbeispiel für einen Hausbau mit und ohne Keller

Die folgende Tabelle stellt die Kosten für einen Hausbau mit und ohne Keller gegenüber.

So kostet beim Hausbau ein Keller beispielsweise 450 €/m². Unterkellert werden soll hierbei ein Haus mit 100 m² Wohnfläche.

Dem gegenüber entsteht ein Haus ohne Keller, mit ebenerdigen Wirtschaftsräumen von 30 m². Der Quadratmeterpreis liegt zwischen 1.400 bis 2.200 €.

Bauteil

Größe

Kosten pro m²

Gesamtkosten

Keller

100 m²

450 € pro m²

45.000 €

Wirtschaftsräume und Heizräume ebenerdig

30 m²

1.400 bis 2.200 € pro m²

42.000 bis 66.000 €

Demnach kosten die Wirtschaftsräume im Erdgeschoss kaum weniger als ein Fertigkeller. Dafür ist dieser mit 100 m² deutlich größer.

Das bedeutet also im Umkehrschluss: Ein Keller beim Hausbau ist immer dann sinnvoll, wenn man mit wenig Geld viel zusätzliche Fläche gewinnen möchte.

Was kostet ein Keller im Allgemeinen?

Die Kosten eines Kellers werden von der Kellergröße und dessen Ausführung bestimmt. So kosten Keller mit Fenster mehr als ohne.

Grundsätzlich kostet ein günstiger Fertigkeller zwischen 150 bis 200 € pro Quadratmeter. Darin enthalten sind in der Regel aber sämtliche anfallenden Arbeiten.

Verglichen mit den Kosten einer Bodenplatte, wo allein die Platte ohne Dämmung 70 bis 120 €/m² kostet, sind die Kosten eines Fertigkellers pro Quadratmeter überschaubar.

Natürlich gibt es auch teurere Unterkellerungen von bis zu 500 €/m². Jedoch liegt der Durchschnittswert für einen Keller pro m² bei rund 300 €.

Welche Faktoren spielen bei den Kosten für einen Keller eine Rolle?

Hier sind mehrere Faktoren relevant:

  • Die Kellergröße
  • Die Bauweise des Kellers und dessen Ausführung.
  • Die Anzahl der errichteten Fenster, Türen, Lichtschächte oder Außentüren.
  • Die Bodenverhältnisse auf dem Baugrundstück.
  • Die Lage und Höhe des Grundwassers auf dem Baugrundstück.
  • Das Preis-Leistungs-Verhältnis der ausführenden Baufirma.

Daher wird, für eine realistische Beantwortung der Kostenfrage immer ein individuelles Angebot benötigt.

Bei Listando kannst du genau die Firma finden, die am besten zu deinem Auftrag passt. Vergleiche hierzu einfach die Preise und Leistungen der einzelnen Baufirmen untereinander.

Spielt die Bauweise eine Rolle bei den Kosten für einen Keller?

Generell sind Beton-Fertigteilkeller die günstigste Möglichkeit, einen Keller zu errichten. Natürlich gibt es auch andere, mitunter aber teurere Alternativen:

  • Der Bau eines Hochkellers, mit einer Oberkante zwischen 50 bis 80 cm über dem Boden.
  • Der Bau eines wasserdichten Kellers aus WU-Beton (weiße Wanne).
  • Ein gemauerter Keller aus Ziegel.
  • Ein gedämmter Keller durch Dämm-Ziegel.
  • Ein Keller aus Hohlbetonsteinen.

Allein ein Keller aus WU-Beton kostet bereits 20 bis 30 Prozent mehr als ein Fertigkeller.

Und beim Bau eines Hochkellers aus normalem Ortbeton musst du mit rund 51.000 € rechnen.

Muss hingegen eine weiße Wanne errichtet werden, kostet der Kellerbau in manchen Regionen bis zu 67.000 €.

Welche Mehrkosten entstehen durch einen gemauerten Keller?

Pro Quadratmeter gemauerter Keller können Kosten zwischen 600 und 730 € gerechnet werden, jedoch abhängig von der Geschosszahl des Hauses. Für ein kleines Einfamilienhauses mit 100 Quadratmetern Wohnfläche bedeutet das, je nach Stockwerken:

100 m² Wohnfläche mit Geschossanzahl

Grundfläche

Fundamentkosten

Kosten für Fundamente und Keller*

Mehrkosten Keller

1 Geschoss

100 m²

40.000 €

68.000 €

28.000 €

2 Geschoss

60 m²

23.500 €

39.000 €

15.500 €

3 Geschoss

40 m²

19.000 €

32.000 €

13.000 €

*In den Kosten enthalten sind: die Kosten für den Erdaushub, das Verfüllen und die Unterkonstruktion für die Bodenplatte. Ebenso wie die Kosten für die Zwischendecke zum Erdgeschoss. Nicht enthalten ist die eigentliche Bodenplatte.

Wie das Beispiel zeigt, reduzieren sich bei mehreren Stockwerken die Kosten des Kellers. Allerdings werden die Baukosten durch die Mehrgeschossigkeit erhöht. Das muss gegen die Kostenersparnis aufgerechnet werden.

Fertigkeller – welche Kosten entstehen?

Fertigkeller werden, anders als Ortbetonkeller, nicht erst auf der Baustelle gegossen. Sie bestehen aus vorgefertigten Stahlbetonteilen, die auf der Baustelle zusammengesetzt werden. Dadurch reduziert sich die Arbeitszeit für den Kellerbau erheblich. Oftmals sind Fertigkeller binnen weniger Tage aufgebaut. In der Regel verkürzt sich die Bauzeit, verglichen mit einem Ortbetonkeller, um die Hälfte bis zu zwei Drittel.

Die Bauteile der Fertigkeller sind grundsätzlich aus WU-Beton hergestellt. Somit sind die Kellerelemente automatisch wasserdicht. Zur Abdichtung zwischen den einzelnen Elementen werden wasserdichte Sperren errichtet. Zum Schluss wird der gesamte Fertigkeller durch einen „Ortbetonverguss“ verbunden. So entsteht ein wasserdichter Keller, fast wie aus einem Guss.

Was kostet ein Fertigkeller?

Auch für einen Fertigkeller gilt: Die Ausführung und die Vorortsituation auf der Baustelle beeinflussen die Kosten. In der Praxis sind aber 300 bis 400 €/m² realistisch.

Je nach persönlichen Wünschen und der Vorortsituation kann es auch günstiger oder teurer werden.

Beeinflusst die Ausbaustufe die Kosten für einen Keller?

Je nach Ausbaustufe sind die Baukosten für einen Keller höher oder niedriger. Generell gibt es folgende Ausbaustufen:

  • Den Komplettkeller: Er wird komplett vom beauftragten Bauunternehmen errichtet.
  • Den Ausbaukeller: Innentreppe und Isolierung müssen in Eigenregie besorgt werden.
  • Den Mitbaukeller: Die Erstellung der Sohlplatte erfolgt in Eigenleistung. Dazu müssen Fundamenterde und Drainageleitungen verlegt werden. Auch den Einbau der Kellerfenster übernimmt der Bauherr.

Je mehr Eigenleistung erbracht wird, desto günstiger wird der Fertigkeller am Ende. Denn durch die Eigenleistung sinken automatisch die Arbeitszeiten und Lohnkosten der ausführenden Unternehmen. Die Materialkosten hingegen bleiben bestehen. Dennoch können durch Mit- und Ausbaukeller die Kosten für einen Keller um 20 bis 30 Prozent gesenkt werden. Im Schnitt sind das 60 bis 90 €/m².

Kostenbeispiel für einen Komplettkeller in Fertigbauweise

Posten

Preis

Erdarbeiten

3.600 €

Komplettkeller, 75 m²

24.000 €

Gesamtkosten

27.600 €

Kosten pro m²

368 €/m²

Hierbei handelt es sich nur um ein Kostenbeispiel für eine bestimmte Kellerausführung. Je nach Region und Vorortsituation kann der Preis höher oder niedriger ausfallen.

Wie teuer ist eine weiße Wanne?

Alle neu errichteten Keller müssen gegen eindringende Feuchtigkeit von außen abgedichtet werden. In Gebieten mit einem hohen Grundwasserspiegel ist daher eine weiße Wanne aus wasserdichtem (WU-)Beton verpflichtend.

Eine andere Möglichkeit, die heute aber kaum noch zum Einsatz kommt, ist die klassische schwarze Wanne aus gewöhnlichem Beton oder Ziegelsteinen mit einer Dichtung aus Bitumen.

Was kostet eine weiße Wanne?

Die Kosten einer weißen Wanne hängen wieder einmal von der Größe ab. Allgemein belaufen sich aber die Mehrkosten, verglichen mit einem einfachen gemautern Keller auf 15.000 und 20.000 €. Denn bereits ein Kubikmeter WU-Beton ist rund 25 Prozent teurer als normaler Beton. Wie groß die Preisunterschiede tatsächlich sind, lässt sich allerdings nicht genau bestimmen. Denn auch regional sind die Kubikmeterpreise für WU-Beton sehr unterschiedlich. Realistisch sind jedoch 100 bis 150 €/m³.

Verglichen mit der schwarzen Wanne, ist eine weiße Wanne um 10 bis 25 Prozent teurer.

Warum ist eine weiße Wanne teurer als die schwarze Wanne?

Neben dem speziellen WU-Beton spielen noch andere Punkte bei der Preisgestaltung der weißen Wanne eine wichtige Rolle:

  • Die Bodenplatte ist dicker.
  • Es müssen mehr Bewehrungen gezogen werden.
  • Zwischen Bodenplatte und Wand muss ein spezielles Arbeitsfugenprofil verbaut werden.
  • Die Betonqualität für die Bodenplatte der weißen Wanne ist eine andere als für einen normalen Keller.
  • Die Außenwände sind dicker.
  • Auch hierfür muss eine besondere Betonqualität genutzt werden.
  • Ebenfalls sind mehr Bewehrungen verbaut.
  • Durch die Spannstellen darf kein Wasser eindringen.
  • Sind Lichtschächte gewünscht, müssen diese bereits bei der Planung berücksichtigt werden. Sie müssen zudem druckdicht angeschlossen werden.

Ist eine weiße Wanne sinnvoll?

Trotz der scheinbar höheren Baukosten ist eine weiße Wanne auf absehbare Zeit immer noch günstiger als eine Trockenlegung und nachträgliche Abdichtung des Kellers wegen Feuchtigkeit. Bei der Trockenlegung und anschließenden Sanierung des Kellers entstehen unterschiedliche Kosten:

  • 200 bis 300 € für die Begutachtung und Beratung durch einen Experten.
  • 500 bis 1.000 € Miete für ein Trocknungsgerät (zzgl. Stromverbrauch).
  • 25 € pro Kubikmeter für das Ausschachten der Außenwände zum Abtrocknen.
  • Abschließend muss die Kellerwand abgedichtet werden. Für die Abdichtung von Betonfugen fallen pro Meter rund 50 bis 100 € an. Oder, bei speziellen Injektionsverfahren, 250 bis 300 € pro Quadratmeter.
  • Sanierung der Innenwände: 30 bis 80 €/m².

Insgesamt kostet eine Kellersanierung zwischen 15.000 bis 30.000 €. Je nach Ursache, Schadensbild und Ausmaß können die Kosten aber auch höher oder niedriger ausfallen.

Welche Baufirma in meiner Nähe ist am besten?

Auf Listando findest du die besten Baufirmen und Maurer in deiner Nähe. Wirf einen Blick auf die unterschiedlichen Preise, Fachrichtungen und die bereits getätigten Aufträge. Bei Fragen kannst du dich direkt an den jeweiligen Fachbetrieb wenden. So kannst du auf Listando die besten Baufirmen für die Errichtung oder Sanierung eines Kellers finden. Lass dir ruhig mehrere Angebote geben, um den geeigneten Anbieter für deinen Auftrag auswählen zu können. Der richtige Fachbetrieb für deine Bedürfnisse ist nur wenige Klicks entfernt!

FAQ – Häufig gestellte Fragen über Keller


Was kostet die Fertigstellung eines Kellers?

Im Vergleich zur Bodenplatte kostet ein Keller zwischen 150 bis 200 €/m². Einen kostengünstigen Fertigkeller mit Grundausstattung kannst du bereits ab 200 €/m² erhalten, wenn die Bedingungen günstig sind. Teurere Varianten können bis zu 500 €/m² kosten.

Verzichtest du auf eine Unterkellerung, und lässt nur eine Bodenplatte gießen, dann kann dich diese selbst bei günstigsten Bedingungen 100 €/m² kosten. Gestalten sich dabei die Erdarbeiten als schwierig, kann der Preis schnell ansteigen.

Insgesamt kostet die Fertigstellung eines Kellers vom Aushub und Mauern oder Gießen der Wände zwar 50.000 € und mehr. Mit dem Vorteil des Flächengewinns dagegen, kostet eine einfache Bodenplatte rund 20.000 €, ohne, dass du mehr Nutzfläche zur Verfügung hast.

Was kostet es, einen Keller abzudichten?

Die Kosten, um einen Keller von außen abzudichten, inkl. Dämmung, liegen bei günstiger Bodenbeschaffenheit zwischen 500 und 1.000 €/ lfd. Meter Hausumfang. Je nach Situation und Schadensbild können sie aber stark variieren. Zudem können weitere Kosten anfallen:

  • Begutachtung durch einen Sachverständigen: 200 bis 500 €.
  • Kosten für die Fugenverpressung zwischen Kellerboden und Wand: 50 bis 100 €/ lfd. Meter.
  • Errichtung einer Horizontalsperre: 200 bis 800 €/m² Mauerquerschnittsfläche.
  • Abdichtung des Kellerbodens: 40 bis 80 €/ m² Bodenfläche
  • Trocknung mit speziellem Trocknungsgerät: 500 bis 1.000 €
  • Innensanierung der Wände (neu verputzen und streichen): 30 bis 80 €/m².


Was kostet es, einen Keller zu sanieren?

Das hängt vom Umfang und der Art der Schäden ab. Schon das Trockenlegen kann 500 €/m² oder mehr kosten. Hinzu kommen Sanierungsmaßnahmen an den Wänden oder am Boden und die Anbringung einer Außenwanddämmung. Allein die dafür verwendete Perimeterdämmung kann bei einem 70 m² großen Haus knapp zwischen 3.500 bis 7.000 € kosten.

Die Abdichtung der Kellerwände von innen ist auch nicht viel kostengünstiger. Pro Quadratmeter Wandfläche können das zwischen 250 bis 450 € sein. Dazu kommt das Einbringen einer Horizontalsperre (70 und 350 €/m²) und einer Sperrschicht aus Kunstharz für den Boden (30 €/m²).

Ist außerdem die Fuge zwischen Wand und Kellersohle undicht, muss dort der Beton neu verpresst werden. Dafür werden 50 bis 70 €/lfd. Meter fällig.

Was kostet es, einen Keller zu isolieren?

Angesichts der Kosten für eine Kellerdämmung, müssen Hausbesitzer bei einer Perimeterdämmung mit 50 bis 100 €/m² rechnen. Etwas günstiger hingegen ist die Innendämmung. Sie gibt es ab 50 bis 90 €/m². Und die Dämmung des Kellerbodens hat einen Quadratmeterpreis von 20 bis 45 €.