Im Schnitt kostet das Catering für eine Hochzeit etwa 80 Euro pro Person, je nach Anbieter und gewählter Location. Hinzu kommen gegebenenfalls noch Kosten für Extra-Getränke und die Hochzeitstorte. So fällt allein für das Hochzeitscatering schnell ein fünfstelliger Betrag an. Werden große Teile der Verpflegung selbst organisiert, lässt sich viel Geld sparen. Wer jedoch Wert auf Service legt, sollte für das Hochzeitsmenü ein großzügiges Budget einplanen.

Juhu, der Termin für eure Hochzeit steht! Diesen besonderen Tag möchtet ihr natürlich mit all euren Liebsten feiern. Also erstmal eine Gästeliste schreiben. Puh, da kommen einige Personen zusammen. Wer hätte das gedacht? Da machen beim Catering ein paar Euro mehr oder weniger pro Person ganz schön viel aus. Aber andererseits soll es auch was Vernünftiges geben. Man heiratet schließlich nur einmal. Geht es dann an die Planung, fühlen sich viele Brautpaare komplett erschlagen von den unzähligen Möglichkeiten des Hochzeitscaterings. Die Menüauswahl sowie die Anzahl der Anbieter ist riesig. Wofür soll man sich da entscheiden und was gilt es zu beachten?

Damit ihr bei den Cateringkosten für eure Hochzeit kein böses Erwachen erlebt, haben wir für euch die wichtigsten Tipps, was ihr beim Hochzeitscatering unbedingt beachten solltet und geben einen Überblick über alle gängigen Kosten.

Wie teuer ist das Catering bei einer Hochzeit durchschnittlich?

Wie viel ist euch das perfekte Hochzeitsmenü wert? Danach entscheidet sich, was möglich ist. Wer hohe Ansprüche hat, kommt mit einer durchschnittlichen Gästeanzahl selten unter 10.000 Euro für das Hochzeitscatering davon. Inklusive ist dann in der Regel auch das Personal für den Service sowie Wein, Wasser und Kaffee. Allerdings lässt sich ein tolles Hochzeitsmenü auch mit einem Bruchteil dieses Budgets zusammenstellen. Eine Hochzeit im eigenen Garten, mit selbst zusammengestellten Menü und Grill, ist ebenso möglich und das bereits für ab etwa 1000 Euro. Der Service kann dann beispielsweise von Freunden und Familie übernommen werden.

Von diesen Faktoren hängen die Kosten für das Hochzeitscatering ab:

  • Hochzeitsmenü mit Service am Platz oder Buffet?
  • bezahltes Personal oder Unterstützung von Familie und Freunden?
  • Große oder kleine Auswahl der Speisen?
  • Warme oder kalte Speisen?
  • (Hotel-)Restaurant oder private Location?

Außerdem solltet ihr bereits vor der Caterer-Anfrage folgende Fragen für euch geklärt haben:

  • Für wie viele Gäste soll der Caterer planen?
  • Was soll es unbedingt zu Essen oder zu Trinken geben?
  • Gibt es besondere Anforderungen (z.B. vegan/ vegetarisch, glutenfrei, etc.)?
  • Soll live vor Ort gekocht werden oder reicht ein Buffet oder ein Menü?
  • In was für einer Location soll die Hochzeit stattfinden?

Bonustipp:

Entscheidet ihr euch für ein professionelles Catering, solltet ihr möglichst schon ein Jahr vor dem geplanten Hochzeitstag Angebote einholen. So sichert ihr euch euren Wunschtermin.

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Wie viel kostet ein Hochzeitscatering für 100 Personen?

Je nachdem, für welche Variante ihr euch entscheidet, können die Kosten für das Hochzeitscatering stark variieren. Pro Person könnt ihr im Schnitt zwischen 40 und 80 Euro einplanen. Hinzu kommen die Kosten für die Hochzeitstorte. Diese liegen in der Regel zwischen 150 und 350 Euro. Spezielle Getränkewünsche werden ebenfalls extra berechnet. Gegebenenfalls könnt ihr mit eurem Caterer vorab eine Getränkeauswahl für ein festes Budget vereinbaren.

Hier ein paar mögliche Rechenbeispiele für ein Hochzeitscatering für 100 Personen:

Leistung

Speisen

Getränke

Personal

Equipment

Gesamtpreis 

Hybrid: Buffet und Tischservice

ca. 6000 €

ca. 1900 €


(nur bestimmte Auswahl)

ca. 1000 €

ca. 500 €, inklusive Reinigung

9400 €

Bar für Sekt-/Cocktailempfang


ca. 2.600 € für vier Stunden

inklusive

inklusive

2.600 €

Buffet

ca. 4000 €

ca. 1900 €

0 - 1000 €

ca. 500 €

max. 7.400 €

Hochzeitstorte

ca. 250 €


0 -500 €

0 - 500 €

max. 1250 €

Selbstgemacht

ca. 2000 €

ca. 1500 €

0 €

0 - 500 €

max. 4.000 €

Hinweis: Kleine Kinder zwischen 0 und 6 Jahren werden häufig nicht mitgerechnet. Für ältere Kinder müsst ihr meist nur anteilig zahlen, zum Beispiel den halben Preis eines Erwachsenen. Daher lohnt sich bereits bei der Angebotseinholung eine genaue Angabe der Personengruppen und -zahlen.

Die dargestellten Preise dienen nur als Richtwerte für eure Planung. Je konkreter ihr eure Wünsche formulieren könnt, desto genauer wird das Angebot.

Was kostet bei einer Hochzeit das Buffet pro Person?

Als Alternative zum Hochzeitsmenü, inklusive Service, könnt ihr auch ein Buffet anbieten. Dieses ist meist kostengünstiger. Exklusive Getränke bekommt ihr ein Hochzeitsbuffet vom Caterer bereits ab 30 Euro pro Person. Je nach gewünschter Größe und Auswahl der Speisen sind den Preisen nach oben hin keine Grenzen gesetzt. Für eine erlesene Auswahl feinster Speisen können schnell über 100 Euro pro Person anfallen. Zusätzlich entscheidet auch das benötigte Personal über die Kosten. Soll live am Buffet gekocht werden, wird’s teurer, als wenn das Buffet nur einmal aufgebaut und warm gehalten wird. Am günstigsten wird’s, wenn ihr euer Buffet teilweise oder komplett selbst zusammenstellt. Möglicherweise erklären sich Bekannte und Freunde dazu bereit, ein paar Salate, Kuchen oder Desserts zu sponsern? Dann beschränkt sich das Catering lediglich auf warme Speisen.

Was darf bei einem Buffet auf der Hochzeit nicht fehlen?

Viele Caterer bieten für das Hochzeitsbuffet festgelegte Menüs an, die bei Bedarf individuell ergänzt oder eingegrenzt werden können. In der Regel enthalten diese ein oder zwei warme Hauptspeisen, eine Auswahl kalter Vorspeisen und Salate sowie das Dessert. Manchmal sind auch bestimmte Getränke, Kaffee oder Kuchen inklusive.

Ihr möchtet euer Hochzeitsbuffet selbst zusammenstellen? Diese Speisen gehören auf jeden Fall dazu:

  • Warme Hauptspeisen, in der Regel bestehend aus Fleisch oder Fisch, Beilagen, Saucen und Gemüse
  • Warme Vorspeisen wie zum Beispiel eine Suppe oder warmes Fingerfood
  • Kalte Speisen wie zum Beispiel Salate, kalte Platten, Brot
  • Desserts wie zum Beispiel Tiramisu im Glas oder warme Desserts wie z.B. Crêpes
  • ggf. eine Kuchenauswahl, inklusive Kaffee
  • Hochzeitstorte
  • ggf. ein Mitternachtsbuffet, zum Beispiel eine Käseauswahl mit Obst, Crackern, usw.
  • Alkoholische und nichtalkoholische Getränke, zum Beispiel Wein, Bier, Sekt, Spirituosen, Kaffee, Tee, Wasser, Softdrinks, Säfte
  • Zubehör wie zum Beispiel Zucker, Milch, Zitronen, Eiswürfel, Senf, Ketchup,
  • Equipment wie zum Beispiel Tische, Warmhaltebehälter, Tischdecken, Teller, Besteck, Servier-Geschirr, Gläser, Servietten

Was sollte ich beim Hochzeitscatering beachten?

Ein schlecht geplantes Hochzeitscatering kann schnell zur Kostenfalle werden. Selbst, wenn vorab der Preis für ein Menü vereinbart wurde, kommen schnell ungeplante weitere Ausgaben hinzu, beispielsweise für Getränke. Deshalb solltest du bei der Planung nichts dem Zufall überlassen! Hier ein paar Tipps, was du beim Hochzeitscatering unbedingt beachten solltest…

Tipp Nr. 1: Angebote vergleichen

Holt euch für das Catering auf jeden Fall mindestens zwei bis drei Angebote ein, am besten bereits vor Buchung der Location. Vom 5-Gänge-Menü, über Live-Show-Cooking bis hin zum klassischen Buffet ist so ziemlich alles möglich. Wer mag, kann sich sogar eine private Cocktailbar, inklusive Personal, mieten. Daher gilt: Je konkreter ihr eure Vorstellungen kommuniziert, desto genauer werden die Angebote. Sprecht also im Vorfeld möglichst genau ab, was für euch infrage kommt und was nicht. So vermeidet ihr, dass es unnötig teuer wird.

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Tipp Nr. 2: Passende Location auswählen

Manche Locations bieten ein eigenes Catering an, zum Beispiel Hotels oder Restaurants. Das kann zugleich Vor- und Nachteil sein. Vergleicht hier auch unbedingt die Preise, bevor ihr die Location bucht! Das Hochzeitscatering im Hotel ist oft vergleichsweise teuer. Außerdem gestatten Hotels und Restaurants aus wirtschaftlichen und hygienischen Gründen meistens kein externes Catering oder mitgebrachte Speisen fürs Buffet. Für ein größtenteils selbst gestaltetes Catering bietet sich daher eher eine private Location oder ein Vereinshaus an. Wer bei einem externen Partyservice bestellen möchte, sollte das ebenfalls vorab mit der Location klären.

Tipp Nr. 3: Getränke Flatrate vereinbaren

Es ist wohl kaum möglich, die Trinkmenge eurer Gäste genau zu kalkulieren. Daher bieten sich Pauschalen für Getränke oder Getränke Flatrates an. So vermeidet ihr das böse Erwachen nach einer durchzechten Nacht. Die meisten Hochzeitslocations und Caterer bieten eine Auswahl an Getränken zum Menü an. Für den weiteren Abend kann zusätzlich eine Getränkeauswahl zum Pauschalpreis vereinbart werden. Ebenfalls gängig ist eine Bar, die für einen bestimmten Zeitraum und einen festen Preis unbegrenzt Getränke ausgeben.

Tipp Nr. 4: Zeitraum festlegen

Nicht nur bei den Getränken sollten feste Zeiträume vereinbart werden. Es sollte klar sein, für wie lange das Cateringpersonal euch zur Verfügung steht und ab wann Aufschläge fällig werden. Idealerweise bietet der Caterer bereits einen vorgefertigten Ablauf an. Klärt zudem auch unbedingt, ob und wie lange ihr die Location sowie die Getränke noch nutzen könnt, wenn das Catering-Personal bereits in den Feierabend gegangen ist.

Tipp Nr. 5: Kontakte nutzen

Vitamin B hilft auch in Sachen Hochzeitsplanung weiter. Vielleicht kennt ein Freund oder Bekannter einen Caterer, der euch ein Freundschaftsangebot unterbreiten kann, kommt besonders günstig an eine Location heran oder verfügt selbst über das nötige Equipment für den Buffetaufbau. Bei selbst zusammengestellten Buffets können Freunde und Familie ihren Teil beitragen, sodass ihr als Brautpaar möglichst keinen Aufwand damit habt.

Tipp Nr. 6: Sparpotenziale nutzen

Nirgends könnt ihr bei einer Hochzeit so viel sparen wie beim Catering. Überlegt euch daher möglichst genau, was euch wichtig ist und worauf ihr gut verzichten könnt! Entscheidet ihr euch für ein Buffet, könnt ihr euch zum Beispiel die Personalkosten für den Tischservice sparen. Und ein Showkoch ist vielleicht auch nicht unbedingt nötig. Woran ihr jedoch nicht sparen solltet, ist die Qualität des Essens. Hier gilt: Lieber eine bescheidenere Auswahl und dafür hochwertig.

Fazit

Eine Hochzeit ist ein besonderer Tag für das Brautpaar. Da möchte man ungern aufs Geld achten. Verliert ihr jedoch den Überblick, kann’s schnell sehr teuer werden. Nicht nur die Kosten für Speisen und Getränke, sondern auch Personalkosten und das Catering-Equipment schlagen mitunter mächtig zu Buche. So kommen für die Bewirtung schnell 10.000 Euro und mehr zusammen. Kostenexplosionen wie diese lassen sich jedoch durch eine möglichst genaue Planung vermeiden. Beachtet werden sollte dabei nicht nur die Zusammenstellung des Menüs, sondern auch möglichst feste Preise für Getränke sowie ein möglichst genauer Zeitrahmen. Wer einen Teil des Buffets selbst gestaltet, kann zusätzlich einige Tausend Euros sparen.