Die Preise liegen etwa zwischen 8,50 € und 40 € pro Französisch-Nachhilfestunde.

Der günstige Preis von 8,50€ kann allerdings nur innerhalb eines Instituts mit Vertragslaufzeit gewährleistet werden. Der Preis richtet sich also vor allem an der Art und der Dauer der Nachhilfe. Wir wollen uns einmal genauer anschauen, wann Nachhilfe überhaupt nötig wird und mit welchen Kosten du etwa rechnen solltest.

Französische Sprache in der Schule

Französisch ist nach Englisch mit 29-mal die zweithäufigste Amtssprache auf der Welt. Allein das ist bereits Grund genug, Französisch in der Schule zu lehren. Frankreich ist außerdem wichtiger Handelspartner von Deutschland und französisch wird in vielen Unternehmen auch wirtschaftlich als Sprache benötigt.

Welche Bereiche werden im Französischunterricht behandelt?

All diese Bereiche sind natürlich auch Teil des Nachhilfeunterrichts. Es kann in allen Punkten unterstützt oder Schwerpunkte herausgeschält werden, mit denen der Schüler die größten Herausforderungen hat.

🔡Vokabeln

Vokabeltest – ein Graus. Doch Vokabeln bilden die Grundlage jeder Sprache. Erst, wenn sie dir wirklich in Fleisch und Blut übergegangen sind, wirst du auch in der Lage sein, Grammatik anzuwenden und ein Sprachverständnis zu entwickeln.

📝 Grammatik

Die französische Grammatik ist nicht komplizierter als unsere deutsche. Fundament sind die verschiedenen Zeiten und vor allem das Konjugieren der Verben (je, tu, il/elle, nous, vous, ils/elles). Damit hast du schon viel gewonnen, denn die Zeiten bauen genau darauf auf – genau wie im Deutschen.

🗣️ Sprachverständnis

Beim Sprachverständnis wird zwischen Hör- und Leseverständnis unterschieden. Hörverständnis bedeutet, dass du ein Gespräch führen bzw. verstehen kannst, was jemand zu dir persönlich, am Telefon oder z.B. im Fernsehen sagt. Fürs Schulen des Hörverständnis ist praktische Übung das A und O. Leseverständnis ist entsprechend das Verstehen und Vorlesen können von französischen Texten. Hier hast du außerdem den Vorteil, dass du in deinem eigenen Tempo vorgehen und bei Bedarf auch Vokabeln nachschlagen kannst.

✍🏼 Texte schreiben

Das Schreiben könnte man im Grunde als die Königsdisziplin einer Fremdsprache bezeichnen. Denn erst, wenn dein Wortschatz und dein Verständnis für die Sprache ausgereift sind, wirst du in der Lage sein, eigene Gedanken in einer anderen Sprache zu formulieren. Diesen Bereich kannst du wunderbar regelmäßig üben, indem du beim Lernen viel aufschreibst und dir laut vorliest.

🕵🏼‍♀️ Interpretation

Texte zu interpretieren, gehört ebenfalls in den Lehrplan vieler Französischlehrer. Ob es um Lyrics, Gedichte oder einfache Texte geht – fürs Interpretieren braucht man einen gefestigten Wortschatz und ein gutes Sprachverständnis.

💡Tipps zum Lernen:

Netflix und Co. machen es möglich. Nutze die Option, deinen Lieblingsfilm oder deine Lieblingsserie auf französisch zu gucken. Am Anfang mit deutschen Untertiteln und wenn du dich sicherer fühlst, aktiviere die französischen Untertitel. Achtung aber – nicht immer sind diese Wort-für-Wort-Übersetzungen, sondern nur sinngemäße.

Das Gleiche gilt für das Leseverständnis. Du kannst z.B. eines deiner Lieblingsbücher auf französisch lesen oder dir französische Blogs oder andere Textarten zum Lernen heraussuchen. Am besten zu Themen, die dir Spaß machen und dich interessieren!

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Nachhilfe: Worauf muss ich achten?

Damit Nachhilfe auch wirklich erfolgreich funktioniert, gibt es einige Punkte, über die du gemeinsam mit deinem Kind nachdenken solltest.

Ist Nachhilfe unumgänglich?

Fragt euch in erster Instanz, ob Nachhilfe wirklich (schon) notwendig ist. Eine schlechte Note ist nicht gleich der Weltuntergang. Nicht immer ist ein Kind in jedem Bereich eines Fachs gleichstark. Manchmal reicht schon ein neues Thema im Unterricht, um die schlechte Note auszubügeln. Eine tolle Möglichkeit, die stark unterschätzt wird, ist eine privat organisierte Lerngruppe mit anderen Schülern der Klasse oder Parallelklasse. Auch eine Hausaufgabenunterstützung kann oftmals schon Wunder wirken.

Ist das überhaupt die richtige Schule?

Dieser Punkt ist für viele Schüler ein besonders großer Schmerzpunkt. Denn trotz schlechter Noten und hohem Leidensdruck wollen viele ihre Schule nicht verlassen. Das liegt vor allem an der gewohnten Umgebung, natürlich auch an Freunden, aber insbesondere an der Angst vor einer neuen Schule und neuen Klasse. Niemand verlässt gerne die eigene Komfortzone.

Und trotzdem ist diese Frage wirklich essenziell, denn deinem Kind ist absolut nicht geholfen, wenn es auf der jetzigen Schule maßlos überfordert ist. Die Nachhilfe kann viel bringen, aber hat auch ihre Grenzen. Wenn ein Großteil der Fächer nicht gut ist und die Motivation im Keller, dann wird die Nachhilfe den Frust wahrscheinlich nur erhöhen. Geht dieses Thema sehr behutsam an.

Eure Ziele müssen realistisch sein

Mit Abstand einer der wichtigsten Punkte. Die Ziele, die mit der Nachhilfe erreicht werden sollen, müssen unbedingt realistisch bleiben. Wie ihr ein Ziel festlegt, hängt vom Fach, den aktuellen und den alten Defiziten ab. Müssen in Mathe vielleicht noch Grundlagen wiederholt werden, um aktuelle Themen richtig vermitteln zu können? Ist das in der gegebenen Zeit realisierbar? Hier ist wirklich Fingerspitzengefühl gefragt, damit dein Kind nicht durch noch mehr Druck völlig dicht macht und die Nachhilfe ins Leere läuft.

Wie hoch ist der Leidensdruck?

Dieser Punkt darf ganz viel Beachtung bekommen. Denn wenn ein Schüler zwar Probleme in einem Fach hat, der Leidensdruck – und damit auch die Motivation, etwas zu ändern – nicht hoch genug ist, wird auch die Nachhilfe nichts bringen. So furchtbar das auch klingt, aber es wird in solchen Fällen tatsächlich empfohlen, die Abwärtsspirale solange aufrechtzuerhalten, bis der Leidensdruck hoch genug ist.

Alles andere würde vermutlich noch mehr Trotz und Frust hervorrufen und im schlimmsten Fall den Selbstwert deines Kindes untergraben. Aufrechterhalten heißt außerdem nicht, dass du für dein Kind nicht da sein und es unterstützen sollst. Aber der Wunsch, etwas zu ändern, muss von deinem Kind kommen.

Nötig wird Nachhilfe vor allem dann, wenn:

✓  dein Kind versetzungsgefährdet ist.

✓  mit noch so viel Arbeit und Lernen keine guten Noten geschafft werden.

✓  die Herausforderungen in einem oder mehreren Fächern dauerhaft bestehen.

✓  es durch längere Krankheit oder einen Umzug nun Wissenslücken gibt.

Was kostet eine Französisch Nachhilfestunde?

Es gibt drei klassische Formen der Nachhilfe mit zum Teil sehr unterschiedlichen Preisen: Private Nachhilfe, Nachhilfe im Institut und Onlinenachhilfe. Am besten findet ihr vorab heraus, welche Variante für euer Kind am besten funktioniert, indem ihr alle Möglichkeiten per Probestunde austestet.

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Private Nachhilfe

Nachhilfe wird hier meistens von Schülern und Studenten gegeben. Der große Vorteil – sie sind selbst noch in einer Lernposition und können sich besser in ihren Nachhilfeschüler hineinversetzen.

Schüler verdienen meistens zwischen 10 € und 15 €, Studenten zwischen 15 € und 20 €. Schön wäre natürlich, wenn du bereit bist, den Mindestlohn von 12 € zu zahlen. Pensionierte Lehrer oder andere Nachhilfelehrer mit großem Erfahrungsschatz können bis zu 30 € oder auch 40 € berechnen. Lerneffekt

Du kannst dich natürlich auch erstmal privat umhören und schauen, ob jemand im Freundes- oder Familienkreis Hilfestellung leisten kann.

Nachhilfe im professionellen Institut

Unterschieden wird zwischen Einzel- und Gruppenunterricht. Auch preislich schwankt es stark zwischen den beiden. Welche Variante hier sinnvoll ist, hängt ganz von den Herausforderungen deines Kindes ab. Auch der Charakter darf berücksichtigt werden. Nicht jeder fühlt sich in Gruppen wohl und nicht jeder im Einzelunterricht. Lasse hier dein Kind den Ton angeben.

Einzelunterricht

Einzelunterricht ist im Institut kostet etwa 30 € für eine Einheit à 45 Minuten. Im Monat kommen dafür etwa 125 € für vier Mal 45 Minuten zustande.

Gruppenunterricht

Gruppenunterricht ist wesentlich günstiger als Einzelunterricht. Der Preis beträgt hier etwa 10 € pro Nachhilfestunde(45 Minuten). Solche günstigen Preise setzen jedoch eine Vertragslaufzeit und das Buchen mehrerer Einheiten voraus. Da Gruppenunterricht immer 90 Minuten dauert, kostet eine Einheit pro Woche ca. 20 €. Im Monat werden also entsprechend 100 € bis 110 € für vier Mal Gruppennachhilfe fällig.

Online-Nachhilfeunterricht

Onlinenachhilfe gibt es vor allem in Form von Lehrmaterialen und Lernvideos im Zuge einer Mitgliedschaft. Ob dein Kind mit dieser Variante besser lernen kann als mit einer persönlichen Betreuung, ist individuelle Veranlagung. Das Selbststudium mit den Materialien kann aber durchaus helfen, den Stoff zu festigen und durch eigenes Herausfinden besser zu verstehen.

Onlinenachhilfe verfügt natürlich auch über eine persönliche Betreuung via Skype oder Zoom. Die Preise liegen hier etwa zwischen 15 € und 18 € pro Unterricht. Monatlich würden dabei etwa 70 € zustande kommen.

Et pour finir*: Die Chemie muss stimmen

Wenn dein Kind sich mit dem Lehrer und/oder der Gruppe nicht wohlfühlt, ist das verbranntes Geld und verschwendete Zeit. Hier geht es nicht darum, dass dein Kind adaptiert und sich den Umständen fügen muss – im Gegenteil. Die Chemie zwischen Nachhilfelehrer und Schüler muss passen. Ansonsten wird nichts vom Nachhilfeunterricht hängen bleiben. Und je geringer die Motivation zur Nachhilfe, desto schlechter das Ergebnis. Achte hier genau darauf, wie dein Kind sich nach der Nachhilfe verhält.

Wir wünschen gute Noten und harmonisches Lernen.


*Et pour finir = (Und) zu guter Letzt