Kellner und Barkeeper können fest eingestellt oder zum Beispiel für Veranstaltungen gemietet werden. Pro Stunde kostet der Kellner zwischen 12 und 25 Euro. Der gesetzliche Mindestlohn von 12 Euro pro Stunde darf dabei nicht unterschritten werden. Hinzu kommen Ausgaben für Trinkgeld und Equipment, plus gegebenenfalls Kosten für Sozialversicherungsbeiträge, sofern diese nicht bereits im Preis enthalten sind (z.B. bei Mietkellnern und Barkeepern).

Du möchtest einen Kellner oder Barkeeper einstellen oder für deine Veranstaltung buchen? Dann solltest du auf eine faire Bezahlung wert legen! Schwarzarbeit und Dumpinglöhne sind in der Gastronomie glücklicherweise spätestens seit der Mindestlohneinführung in Deutschland kein Thema mehr. Dennoch zählt die Branche noch immer zum Niedriglohnsektor. Wem die Qualität des Personals am Herzen liegt, zahlt daher gern auch mal überdurchschnittlich. Allzu günstige Konditionen für das Catering samt Servicepersonal sollten dich stutzig machen. Wir klären auf, welche Kosten für Kellner und Barkeeper realistisch sind und wo du gutes Servicepersonal findest…

Wie viel verdient ein Kellner pro Stunde?

Der Stundensatz für einen Kellner liegt im Schnitt zwischen 12 und 14 Euro brutto. Zusätzlich fallen Kosten für Sozialversicherungsbeiträge wie Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung an. Hinzu kommen Umlagen für Krankheit und Schwangerschaft sowie Steuerabgaben. Die Höhe der Beiträge und Umlagen liegt bei etwa 30% der Bruttolohnkosten des Kellners. Real zahlst du also zwischen 15,60 Euro und 18,20 Euro pro Stunde für deine Gastronomie-Servicekraft.

Woran erkenne ich, dass das Servicepersonal fair bezahlt wird?

Egal, ob du Servicepersonal für ein Event oder deinen eigenen Gastrobetrieb engagierst - du solltest auf eine faire Bezahlung achten! Diese ist jedoch leider noch immer nicht selbstverständlich. Gerade wenn Kellner bei Hochzeiten, Firmenfeiern oder anderen größeren Events engagiert werden, sind unentgeltliche Überstunden an der Tagesordnung. Das liegt daran, dass die Servicekräfte häufig nur für einen bestimmten Zeitraum bezahlt werden. Überstunden, die anfallen, wenn die Veranstaltung länger dauert, werden nicht vergütet. Jeder von uns freut sich, wenn wir ein paar Euro sparen. Aber auf Kosten des Personals? Das muss nicht sein!

Mit diesen Faktoren stellst du sicher, dass das Servicepersonal fair bezahlt wird…

Gehalt entspricht Mindeststundensatz oder mehr

Nimmt man das Gehalt der Servicekraft und teilt dieses durch die tatsächliche Anzahl geleisteter Stunden, sollte im Ergebnis mindestens ein Stundenlohn von 12 Euro herauskommen. Ist das nicht der Fall, handelt es sich um Ausbeutung. Fällt regelmäßig Mehrarbeit an, sollte das Gehalt entsprechend nach oben korrigiert oder Überstunden separat vergütet werden.

Pausen- und Ruhezeiten werden eingehalten

Der Gesetzgeber schreibt eine Ruhezeit von mindestens 11 Stunden zwischen zwei Schichten vor. Pro Schicht sollten die geleisteten Stunden 10 Stunden nicht überschreiten. Die Realität sieht leider anders aus. In der Gastronomie und Hotellerie sind Doppelschichten und Mehrarbeit an der Tagesordnung. Und auch Pausen werden im hektischen Gastroalltag häufig nicht eingehalten. Dieser Missstand wirkt sich allerdings auch auf die Qualität der Arbeit aus. Von übermüdeten und überarbeiteten Kellnern und Kellnerinnen können keine Höchstleistungen erwartet werden. Daher sollten Pausen- und Ruhezeiten im beiderseitigen Interesse zwingend eingehalten werden.

Überstunden werden vergütet

Häufig entspricht der Lohn, der am Ende des Monats auf das Konto der Gastronomiemitarbeiter ausgezahlt wird, nicht der tatsächlich geleisteten Arbeit. Nicht selten fallen Überstunden in horrender Anzahl an, die auf der Abrechnung weder erwähnt noch vergütet werden. Wenn überhaupt, dürfen Überstunden abgebummelt werden, wofür jedoch meistens keine Zeit ist. Ein fairer Arbeitgeber zahlt ehrlichen Lohn für ehrliche Arbeit. Dazu gehört auch die Anerkennung und Vergütung etwaiger geleisteter Überstunden.

Es gibt Nacht- und Feiertagszuschläge

Gerade größere Veranstaltungen ziehen sich häufig bis tief in die Nacht. Die Servicekräfte machen dabei oft unbezahlte Überstunden, die am Ende weder abgebummelt noch vergütet werden. Stattdessen sollten Nacht- und Feiertagsarbeit überdurchschnittlich bezahlt werden. Gute Arbeitgeber zahlen nicht nur für tatsächlich geleistete Stunden, sondern gewähren auch Nacht- und Feiertagszuschläge.

Wie viel kostet ein Kellnerservice?

Anstatt Gastropersonal fest einzustellen kann es auch gemietet werden, zum Beispiel für Veranstaltungen. Viele Caterer, Restaurants und Hotels bieten für Events das Servicepersonal gegen Gebühr mit an. Für Veranstaltungen in den eigenen Räumlichkeiten kann beispielsweise ein Kellnerservice in Anspruch genommen werden.

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Die genauen Kosten lassen sich nicht pauschal bestimmen. Im Schnitt kannst du für das Personal etwa 1.000 Euro für eine Veranstaltung mit 100 Leuten einplanen. Zusätzlich können weitere Kosten auf dich zukommen, zum Beispiel für Leihequipment wie Geschirr, Warmhaltebehälter, etc. Bei einigen Anbietern ist das Equipment inklusive. Andere setzen die Ausstattung voraus und berechnen eine separate Mietgebühr für Leihequipment. Hole dir am besten vorab Angebote von Caterern, Hotels und Kellnerservices ein und verschaffe dir einen Überblick über deren Kostenstrukturen.

Pro Event kannst du ungefähr mit den folgenden Kosten rechnen:

Leistung

Personal Catering/ Restaurant/ Hotel

Kellnerservice

Buffet u. Tischservice

ca. 500 - 1.500 Euro

ca. 400 - 1.100 Euro

Sektempfang

ca. 2.600 Euro für 4 Stunden, inklusive Equipment

ca. 300 - 1.000 Euro für 1,5 Stunden, inkl. Auf-/Abbau u. Anfahrt

Equipment

ca. 500 Euro, inklusive Reinigung

auf Anfrage

Wie viel Trinkgeld sollte ein Kellner bekommen?

Die Zeiten, in denen Servicekräfte aus der Gastronomie auf ihr Trinkgeld angewiesen waren, sind längst vorbei. Dennoch zählt die Branche noch immer zum Niedriglohnsegment. Ein Trinkgeld von 10 Prozent des Rechnungsbetrags sind daher in jedem Restaurant Gang und Gebe. Aber wie sieht’s mit Trinkgeld für Kellner auf Veranstaltungen aus? Auf welcher Grundlage berechnet man es und wie stellt man sicher, dass es auch beim Servicepersonal ankommt? Hier ein Überblick…

Trinkgeld für Catering-Personal auf Hochzeiten und Events

Das Catering für Hochzeiten und Events kostet meist mehrere tausend Euro. Aber keine Sorge! Du musst nicht mehrere Hundert Euro Trinkgeld abdrücken! Üblich ist für Events ein Trinkgeld von 3 Euro pro Gast für das Catering-Team oder ein Trinkgeld von 30 Euro pro Servicekraft. Achte dabei darauf, dass auch die Personen im Hintergrund ein Trinkgeld verdient haben! So kannst du beispielsweise auch dem Koch, dem Stylisten oder dem Floristen ein Trinkgeld aushändigen.

Wie übergebe ich das Trinkgeld für Veranstaltungen am besten?

Wenn du im Restaurant essen gehst, ist die Sache klar. Am Ende kommt die Servicekraft mit der Rechnung und du gibst das Trinkgeld direkt beim Bezahlvorgang mit dazu. Aber wie macht man es bei Veranstaltungen, bei denen das Catering bereits im Vorfeld verbindlich gebucht und bezahlt worden ist?

Traurige Realität ist leider, dass von einem Trinkgeld, das mit der Gesamtrechnung überwiesen wird, nur selten tatsächlich etwas beim Servicepersonal ankommt. Wenn du sichergehen möchtest, dass die Servicekräfte, die auf deiner Veranstaltung mitgewirkt haben, ihr wohlverdientes Trinkgeld auch wirklich erhalten, solltest du es am besten in bar übergeben. Du kannst das Geld entweder einzeln an die jeweiligen Servicekräfte übergeben oder es dem Oberkellner anvertrauen. Nett aber kein Muss ist auch ein Kuvert mit einer Dankeskarte.

Wo kann ich einen Barkeeper mieten?

Longdrinks und Cocktails erfreuen sich zunehmender Beliebtheit auf der Getränkekarte von Veranstaltungen. Blöd nur, wenn man vor lauter Cocktailgemixe die eigene Veranstaltung nicht mehr genießen kann. In diesem Fall lohnt sich ein professioneller Barkeeper, der für einen vereinbarten Zeitraum die Gäste mit Drinks versorgt. Viele Hotels bieten ihr eigenes Personal und ihre eigene Hotelbar für Events mit an. Ist keine eigene Bar vorhanden, kann auch eine mobile Cocktailbar bestellt werden. Hier wirst du fündig…

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Barkeeper- oder Cocktailservice

Online findest du unter dem Suchbegriff Barkeeperservice oder Cocktailservice viele Angebote für mobile Cocktailbars in deiner Region. Häufig wird ein All-inclusive-Paket mit Bartresen, Personal und Wareneinsatz angeboten, sodass du dich um nichts mehr kümmern musst. Die Barkeeper verfügen in der Regel über fundiertes Wissen und können alle bekannten Cocktails und Drinks zubereiten. Als Extra-Highlight für die Veranstaltung kann bei einigen Anbietern auch ein sogenannter Show-Barkeeper gebucht werden.

Getränkeservice

Cocktails sind nicht so dein Ding? Bei einem Getränkeservice kannst du sowohl Getränke auf Kommission bestellen als auch einen Getränkewagen, inklusive Servicepersonal mieten. Die Auswahl der Getränke umfasst in der Regel alkoholfreie Getränke, Spirituosen, Bier und Wein.

Mobile Kaffee-, Saft- oder Cocktailbar mieten

Foodtrucks liegen im Trend. Daher gibt es immer mehr Newcomer, die sich ihren Truck zur professionellen Bar ausbauen und auf Wunsch auf deiner Veranstaltung vorfahren und für ein paar Stunden Getränke für die Gäste mixen. Die Angebote umfassen Kaffee-, Saft- oder Cocktailbars. Definitiv ein Highlight für deine Veranstaltung!

Was kostet ein Barkeeper?

Im Schnitt zahlst du etwa 35 Euro pro Stunde für die Arbeitskraft. Dazu kommen weitere Kosten, zum Beispiel für Anfahrt, Wareneinsatz, Miete für Bartresen, Bistrotische, etc. Pro Cocktail kannst du mit etwa 3 bis 4 Euro Wareneinsatz rechnen. Die Miete für den Bartresen liegt im Schnitt bei rund 60 bis 150 Euro für eine klassische Bar. Wie viel du am Ende tatsächlich für einen Barkeeper zahlst, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab:

  • Anzahl der zu bewirtenden Gäste und Wareneinsatz
  • Anzahl der Barkeeper
  • Art der Veranstaltung (private Feier oder Firmenfeier)
  • Art und Größe des Bartresens
  • Ort der Veranstaltung
  • Ausstattung des Veranstaltungsorts

Hier ein Rechenbeispiel für eine private Feier versus Firmenfeier:

Private Feier:

6 Stunden Arbeitslohn, inkl. je 1 Stunde Auf- und Abbau

210,-€

Aufwand für Einkauf, Getränkekarten und Zubehör

45,-€

Summe

255,-€

Firmenfeier:

6 Stunden Arbeitslohn für 2 Barkeeper, inkl. 1 Stunde für Auf- und Abbau

420,-€

6 Stunden Arbeitslohn für Servicekraft, inkl. Auf- und Abbau

144,-€

Miete für großen Bartresen

85,-€

Sonstige Kosten (Miete Bistrotische, Getränkekarten, etc.)

55,-€

Summe

704,-€

Hinzu kommen noch die Kosten für den Wareneinsatz. Dieser hängt von der Anzahl der bewirteten Gäste ab. Im Schnitt kannst du mit zwei bis drei Drinks pro Person rechnen. Bei einer Feier mit 100 Leuten und einem Preis pro Drink in Höhe von 3 Euro sind das 900 Euro. Gegebenenfalls kannst du die Getränke für den Barkeeper auch selbst stellen, um ein paar Euro zu sparen. Hier lohnt es sich in jedem Fall, vorher Rücksprache mit dem Dienstleister deiner Wahl zu halten.

Fazit

Gerade bei größeren Veranstaltungen ist gutes Servicepersonal Gold wert. Schließlich möchtest du dich als Gastgeber selbst unter die Gäste mischen und die Veranstaltung genießen. Faire Löhne von mindestens 12 Euro pro Stunde, zuzüglich Vergütung von Überstunden sollten dabei selbstverständlich sein. Und auch ein Trinkgeld ist üblich. Dieses darf gerne in bar direkt an die Servicekräfte übergeben werden. Für das gewisse Extra sorgt ein Barkeeper, der für einige Stunden leckere Cocktails und Drinks für die Gäste mixt. Schon ab 35 Euro pro Stunde, zuzüglich sonstiger Kosten, können du und deine Gäste diesen speziellen Service genießen.