Ein Klempner kostet, je nach Umfang des Auftrages und persönlicher Qualifikation zwischen 30 und 70 € pro Stunde. Bei einem Noteinsatz können es aber auch einmal zwischen 100 bis 150 €/Stunde sein.

Ob ein verstopftes Abflussrohr, die Installation eines Waschbeckens oder die Reparatur einer ausgefallenen Heizungsanlage im Winter: Die Aufgaben eines Klempners sind vielseitig. Und oft sind sie die Retter in der größten Not. Gut zu wissen, mit welchen Kosten dann zu rechnen ist.

Was macht ein Klempner?

Klempner sind für die Installation und Wartung von Heizungsanlagen, Sanitäranlagen und für die Neuinstallation oder Reparatur des Wasser- sowie Abwassersystem verantwortlich. Noch immer ist der Begriff für Sanitär- und Heizungsmonteure geläufig. Seit 2013 sind mit Klempner eigentlich Handwerker des Bauinstallationsgewerbes gemeint. Und die eigentlichen Klempner sind nun als Anlagenmechaniker unterwegs. Kein Wunder, dass es hier seitdem immer wieder zu Verwirrungen kommt. Denn im Volksmund ist und bleibt ein Klempner der Mann für Heizung und Sanitär.

Was kostet ein Klempner?

Eine Pauschalantwort auf diese Frage gibt es nicht. Die Kosten eines Klempners hängen von der zu erledigenden Arbeit und der Preisgestaltung des jeweiligen Handwerksbetriebs ab. Aber auch ob die Arbeiten von einem Meister oder Gesellen durchgeführt werden.

Wie viel kostet ein Klempner-Geselle pro Stunde?

Wird ein normaler Monteur mit der Beseitigung einer Rohrverstopfung oder Installation eines neuen Wasserhahns beauftragt, liegen die Kosten dafür meist zwischen 30 bis 70 €/Stunde. Hinzu kommt für gewöhnlich noch eine Kilometerpauschale. Diese bewegt sich zwischen 20 und 30 €.

Zudem werden, beispielsweise bei einer Rohrreinigung, auch noch Gebühren für den Betrieb und die anschließende Reinigung der benötigten Maschinen erhoben. Hierbei gehen die Kosten jedoch weit auseinander.

Wie viel kostet ein Meister?

Meisterstunden liegen weit über den normalen Monteurstunden. Hier sind 60 bis 80 €/Stunde keine Seltenheit. Ebenfalls in dieser Preiskategorie mit angesiedelt sind oftmals speziell ausgebildete Kundendiensttechniker für die Wartung, Reparatur und Störungsbeseitigung der Heizungsanlage.

Wie viel kostet ein Lehrling zum Klempner pro Stunde?

Am wenigsten wird für einen Klempnerlehrling verrechnet. Generell darf ein Azubi zudem nur dann verrechnet werden, wenn er aktiv oder aus Gründen der Arbeitssicherheit mitgearbeitet hat. Ist dies der Fall, orientieren sich die Azubi-Kosten am Stundenlohn für einen Gesellen.

Lehrjahre Azubi

Stundensatz Geselle in Prozent

Erstes Lehrjahr

Bis zu 45 %

Zweites Lehrjahr

Bis zu 55 %

Drittes Lehrjahr

Bis zu 65 %

Viertes Lehrjahr

Bis zu 75 %

Sind Notfalleinsätze teurer?

Wird der Klempner außerhalb der gewöhnlichen Arbeitszeiten zu einem Notfall gerufen (Sanitär Notdienst), darf ein Notdienstzuschlag verrechnet werden. Dieser tariflich geregelte Zuschlag liegt zwischen 25 und 150 Prozent. Erhoben werden darf er nur auf die Arbeitszeit und nicht auf die Materialkosten. Zudem besagt eine Rechtsprechung (Az. 12 O 292/87), dass angebrochene Arbeitsstunden nicht auf volle Arbeitsstunden aufgerundet werden dürfen. In der Schlussabrechnung müssen Personal- und Materialaufwand detailliert und getrennt voneinander aufgeschlüsselt werden.

Wovon hängen die Kosten für einen Klempner ab?

Die Kosten für eine Klempnerstunde werden bestimmt durch:

  • Die Arbeit, die der Klempner verrichten muss.
  • Die Zeit, in der der Tätigkeit nachgegangen wird (normaler Wochentag während der Arbeitszeit oder Notdienst).
  • Die dafür benötigten Geräte.
  • Die Materialkosten.
  • Den individuellen Stundenlöhnen der Betriebe.

Daher lohnt es sich gerade bei größeren Arbeiten, mehrere Angebote einzuholen.

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Beim Vergleich solltest du immer darauf achten, dass die Betriebe die gleiche Leistung kalkulieren und tatsächlich alle Leistungen auf dem Angebot enthalten sind. Ansonsten kann es später zu unerwarteten Mehrkosten kommen.

Was kostet eine Rohrreinigung?

Wie teuer eine Rohrreinigung wirklich wird, hängt von der Hartnäckigkeit der Verstopfung ab und welche Geräte zur Behebung benötigt werden. So kann eine einfache Rohrreinigung lediglich 50 € kosten, aber auch durchaus 500 € und mehr.

Diese Faktoren beeinflussen die Kosten einer Rohrreinigung

  • Der Bereich der Verstopfung
  • Der Zeitaufwand für die Beseitigung
  • Die benötigten Geräte
  • Die Reinigungsmethode
  • Der Wochentag und die Uhrzeit

Kann die Verstopfung bereits mit einfachen Chemikalien, beispielsweise einer „Rohrbombe“ oder „Rohrgranate“ entfernt werden, beziehungsweise reicht eine einfache Rohrspirale aus, entstehen in der Regel keine hohen Kosten.

Teurer wird es erst, wenn eine große Rohrreinigungsmaschine benötigt wird. Hierfür verlangen die Firmen zwischen 75 bis 150 €/Stunde. Auch die Reinigung und Desinfektion der Maschinen wird von vielen Handwerksbetrieben in Rechnung gestellt. 20 bis 25 € sind hierfür normal.

Kostenbeispiel für eine Rohrreinigung

Posten

Preis

Monteurstunde

40 bis 80 €/Stunde

Fahrtkostenpausche

20 bis 30 €

Rohrreinigungsmaschine

75 bis 150 €/Stunde

Desinfektion der Geräte

20 bis 25 €

Gesamtkosten für eine Stunde

155 bis 285 €

Manche Betriebe verrechnen statt einer Maschinenpausche die zu reinigenden Meter. Zudem unterscheiden sie noch nach der Rohr-Art.

Posten

Preis

Rohrreinigung einer Stichleitung

7 bis 10 €/Meter

Rohrreinigung einer Fallleitung

9 bis 12 €/Meter

Rohrreinigung der Grundleitung

10 bis 13 €/Meter

Kilometerpauschale

25 bis 50 €

Verwendung einer Kamera nach Absprache

100 €/Stunde

Verwendung von Hochdruckgeräten

1 bis 2 €/Meter

Was kostet die Installation eines Wasserhahns?

Wenn du in der Küche oder im Bad einen Wasserhahn erneuern lassen möchtest, stehen weniger die Kosten für den Klempner, denn die Materialkosten im Mittelpunkt. Je nach Modell gibt es einen neuen Hahn bereits ab 30 € oder für mehrere hundert Euro.

Im weiteren Verlauf kommen noch die Handwerkerkosten hinzu. Anders als bei Elektrikern bleiben bei Klempnern die Stundensätze in der Regel gleich. Somit kannst du mit dem normalen Satz von 30 bis 70 €/Stunde kalkulieren. Gleiches gilt auch für die Fahrtkosten von 20 bis 30 €. Da die Erneuerung einer Badarmatur für gewöhnlich nicht länger als 30 Minuten dauert, sollte der Einsatz nicht mehr als 15 bis 35 € kosten – zuzüglich der Materialkosten und Fahrtkosten.

Sind Klempner Kosten steuerlich absetzbar?

Sobald du einen Handwerker beauftragst, kannst du die Kosten dafür in den meisten Fällen in der nächsten Steuererklärung geltend machen. Bis zu 20 Prozent sind hier, gemäß § 35a Abs. 3 EStG (Einkommensteuergesetz) möglich. Dies gilt jedoch ausschließlich für die Arbeitskosten und Fahrtkosten, nicht für die Materialkosten oder Geräte.

Zudem ist der Betrag, den du steuerlich geltend machen kannst auch noch gedeckelt. Der liegt bei 6.000 €. Da du davon aber 20 % der Summe als Steuerbonus zurückbekommst, liegt deine Steuerersparnis bei 1.200 €. Der Höchstbetrag gilt für Singles und Ehepaare gleichermaßen.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um die Klempner Kosten steuerlich absetzen zu können?

Die Kosten für einen Klempner können nur dann steuerlich abgesetzt werden, wenn sie folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Die durchgeführten Arbeiten müssen zu Modernisierungs-, Renovierungs- und Erhaltungszwecken erfolgen.
  • Es können nur die Rechnungen beim Finanzamt eingereicht werden, die nicht in bar bezahlt wurde. Sämtliche Barzahlungen, ob mit und ohne Quittung, werden von den Finanzämtern nicht anerkannt. Selbst dann nicht, wenn die ausführende Fachfirma den Geldeingang schriftlich bestätigt. Daher gilt: Alle Rechnungen müssen überwiesen werden.
  • Wurden für die Maßnahmen Zuschüsse, beispielsweise der KfW bewilligt, können diese auch nicht abgesetzt werden.
  • Sämtliche Aufträge müssen, zum Erhalt der Steuervorteile, von einer Privatperson erteilt worden sein. Zudem müssen die Arbeiten im eigenen Haus, der eigenen Wohnung oder dem eigenen Grundstück durchgeführt worden sein. Dazu gehören auch vermietete Immobilien.

Welcher Klempner in meiner Nähe ist am besten?

Auf Listando findest du die besten Klempner in deiner Nähe. Wirf einen Blick auf die unterschiedlichen Preise, Fachrichtungen und die bereits getätigten Aufträge. Bei Fragen kannst du dich direkt an den jeweiligen Fachbetrieb wenden. So kannst du auf Listando die besten Klempner für die Erneuerung deiner Heizungsanlage, für die Sanitärinstallation in einem Neubau oder kleinere Reparaturen im Haus finden. Lass dir ruhig mehrere Angebote geben, um den geeigneten Anbieter für deinen Auftrag auswählen zu können. Der richtige Fachbetrieb für deine Bedürfnisse ist nur wenige Klicks entfernt!

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Bei Listando findest du genau den Klempner, der am besten zu deinem Auftrag passt. Dazu kannst du bei Listando ganz einfach die Preise und Expertise der einzelnen Klempner vergleichen und diese dann bei Interesse anschreiben.

Wann solltest du einen Klempner beauftragen?

Ein Klempner wird nicht nur für eine verstopfte Toilette gerufen. Auch bei größeren Projekten, beispielsweise einem Badumbau oder einer Erneuerung der Heizungsanlage, kannst du auf dessen Dienste nicht verzichten. Die Arbeiten und Aufgabengebiete eines Klempners sind sehr vielfältig. Daher gibt es auch zahlreiche Sanitärfirmen mit unterschiedlichen Spezialisierungen. Umso wichtiger ist es, den passenden Klempner für die eigenen Bedürfnisse zu finden. Auf Listando bekommst du daher einen sehr guten Überblick über die einzelnen Firmen und deren Spezialgebiete. Umso leichter fällt es dir, die richtige Wahl zu treffen.

FAQ – Häufig gestellte Fragen über Klempner


Was repariert ein Klempner?

Bei einer Heizungsstörung, einem Wasserrohrbruch oder einem tropfenden Wasserhahn ist ein Klempner genau richtig. Im Notfall hilft ein Klempner sogar in der Nacht oder am Wochenende. Zu den Aufgaben im Detail gehören:

  • Tropfende Armaturen in Küche, Bad, Garten oder im Wäschekeller.
  • Klopfende und rauschende Heizkörper.
  • Beseitigung von Verstopfungen
  • Reparatur der WC-Spülung.
  • Installation, Wartung und Reparatur der Heizungsanlage. Aber auch der Hebeanlage oder Entkalkungseinrichtung.
  • Installation, Wartung und Reparatur der Solaranlage.
  • Wasserinstallationen in Neubauten und bei Renovierungen oder Sanierungen.
  • Installation und Reparatur von Bädern.

Was kostet ein Klempner pro Stunde?

Die Kosten für einen Klempner schwanken je nach Tätigkeit und Ausbildungsstand. Am teuersten sind der Meister und der Kundendiensttechniker. Die meisten Firmen verlangen pro Stunde zwischen 60 und 80 €. Ein Geselle kostet deutlich weniger, 30 bis 70 € pro Stunde sind hier üblich. Noch günstiger ist ein Azubi. Sein Stundenlohn ist prozentual am Arbeitslohn eines Gesellen angelehnt. Dieser beträgt im ersten Lehrjahr noch 45 % und im letzten Lehrjahr bis zu 75 %. Bei allen gleich hoch sind die Kosten für die An- und Abfahrt mit 20 bis 30 €.

Was kostet ein Klempner für die Toilette?

Wird ein Klempner zu einer verstopften Toilette gerufen, gelten hier die gleichen Stundensätze, wie für jeden anderen Einsatz. Auch die Fahrtkostenpauschale ist keine andere. Wird für die Beseitigung der Toilette aber eine Rohrreinigungsmaschine benötigt, verrechnen die Firmen zwischen 75 bis 150 €/Stunde für das Gerät. Hinzu kommt meist auch noch die Desinfektion und Reinigung der Maschine nach dem Arbeitseinsatz mit 20 bis 25 €. Manche Firmen verrechnen eine Rohrreinigung nach Meter und Rohr. 7 bis 13 €/Meter sind hier üblich.

Wird der Klempner hingegen zu einer defekten WC-Spülung gerufen, kommen zum durchschnittlichen Stundensatz von 30 bis 70 € noch die benötigten Kleinstteile, beispielsweise ein neues Schwimmerventil, hinzu.

Wer zahlt den Klempner?

Für laufende Instandhaltungsarbeiten an Mietwohnungen oder Miethäusern ist, laut Gesetzgeber, immer der Vermieter zuständig. Der Mieter muss diesen lediglich über die Mängel oder über einen Defekt in Kenntnis setzen. Jedoch können Kleinstreparaturen per Mietvertrag dem Mieter auferlegt werden. Infrage kommen hier aber nur Reparaturen an Dingen, auf die der Mieter Zugriff hat. Das sind beispielsweise die Toilettenspülung oder die Duscharmatur.

Anders sieht das hingegen mit den Rohren aus. Da der Mieter auf diese keinen direkten Zugriff hat, muss der Immobilieninhaber, sprich der Vermieter, selbst für die Reparatur aufkommen. Selbst das Abwälzen der Rechnung auf den Mieter funktioniert nicht. Außer es kann ein Selbstverschulden nachgewiesen werden.

Das gilt auch für Abflüsse, wie bei der Küchenspüle, der Badewanne oder Dusche. Auch hier kommt das Selbstverschuldensprinzip zum Tragen. Dieses Prinzip besagt, dass bei gewöhnlichen und üblichen Verstopfungen, die durch den ordnungsgemäßen Gebrauch einer Mietsache entstehen können, der Vermieter für die Reinigung der Rohre zuständig ist. Zum ordnungsgemäßen Gebrauch gehören Haare im Abfluss und Fettreste in der Spüle. Anders sieht es hingegen aus, wenn der Mieter die Verstopfung selbst verursacht hat. Dann darf der Vermieter die Rechnung auf ihn übertragen.

Was darf ein Klempner Notdienst kosten?

Gemäß tariflicher Regelung darf ein Klempnernotdienst zwischen 25 und 150 Prozent mehr kosten als zu den üblichen Arbeitszeiten. Jedoch dürfen die Mehrkosten nur bei der Arbeitszeit und den Fahrtkosten erhoben werden. Üblich sind zwischen 100 und 150 €/ Stunde.