Für einen Privatdetektiv solltest du durchschnittlich 59,00 bis 150,00 € inkl. aller Nebenkosten und Gebühren zzgl. der gesetzlichen MwSt. pro Arbeitsstunde einplanen. Die Kosten können aber, je nach Komplexität der Aufgabe, auch schnell einmal bei über 1.000 € liegen.

Man kennt sie aus Film und Fernsehen. Zu den wohl bekanntesten Detektivfiguren gehören Sherlock Holmes oder Miss Marple. Doch was alles an den Anfang eines spannenden Kriminalromans erinnert, gibt es wirklich. Ein Detektiv, auch Privatdetektiv oder Berufsdetektiv ist ein privat engagierter Ermittler der mittels Observation, Recherchen und Befragungen Informationen über eine Person oder einen Sachverhalt sammelt. Je nach Auftrag entstehen dabei unterschiedliche Kosten.

Wie findest du einen guten Privatdetektiv in deiner Nähe?

Bei der Suche nach einem guten Privatdetektiv solltest du auf eine Sache ganz besonders achten: Besitzt die bevorzugte Detektei eine Zertifizierung nach DIN SPEC 33452 ? Diese gewährleistet die Anforderungskriterien für professionelle Privatermittler innerhalb Deutschlands. Die Grundlage für diese Norm bildet eine abgeschlossene Ausbildung sowie eine abgeschlossene schriftliche Fach- und Berufskundeprüfung. Mit anderen Worten: Detektive ohne eine entsprechende Ausbildung werden nicht nach der DIN SPEC 33452 zertifiziert. Damit bleibt aber privaten Auftraggebern erspart, dass sie womöglich viel Geld für nichts ausgeben. Jedoch gibt es generell keine Zusatzbeschränkung, um als privater Ermittler tätig zu werden. In der Regel reicht bereits eine Gewerbeanmeldung gemäß § 38 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Gewerbeordnung sowie ein makelloses polizeiliches Führungszeugnis.

Bei Listando findest du genau den Privatdetektiv, der sich deinem Anliegen annimmt. Vergleiche dazu ganz einfach die Preise und Expertisen der einzelnen Detekteien und schreibe sie bei Bedarf gleich an.

Wie setzen sich die Kosten eines Privatdetektivs zusammen?

Privatdetektive unterliegen keinen tarifrechtlichen Regelungen. Demnach kann die Frage nach den Kosten eines Privatdetektivs nicht pauschal beantwortet werden. Jede Detektei hat ihre persönliche Preisgestaltung. Damit du aber bei der Beauftragung eines Privatdetektivs bei den Kosten keine bösen Überraschungen erlebst, solltest du auf folgende Punkte achten:

  • Werden An- und Abfahrtskosten zum Einsatzort transparent ausgewiesen?
  • Wie setzt sich der Stundensatz zusammen?
  • Kann eventuell ein Pauschalhonorar vereinbart werden?
  • Muss für das Erstellen von Berichten, Fotos oder Videos extra gezahlt werden?
  • Sind eventuelle Besuche und Teilnahmen an Gerichtsverhandlungen im Preis der Detektei enthalten, oder kosten Zeugenaussagen zusätzlich?
  • Sind die verwendeten Geräte und Apparaturen im Stundenpreis enthalten oder werden sie extra verrechnet?
  • Kann eine verbindliche Höchstsumme vereinbart werden?

Mögliche Privatdetektiv Kosten sollten vorab transparent erläutert werden

Bei der Beauftragung eines Detektives lohnt es sich durchaus, die Kosten der einzelnen Detekteien untereinander zu vergleichen.

Doch dabei darf die Qualität nicht in den Hintergrund rücken. Nicht selten ist es auch in dieser Branche so, dass du für Dumpingpreise auch nur unzureichende Ergebnisse erhältst. Generell werden die Kosten für den Privatermittler durch dessen Spezialisierung und die Lage seiner Detektei beeinflusst. So sind beispielsweise Aufträge im gewerblichen Bereich immer teurer als im privaten Sektor. Auch wird eine Detektei in München einen höheren Stundensatz haben, als ein kleines Detektivbüro in einer ländlichen Region in der Eifel.

Und obwohl es keine gesetzliche Regelung bezüglich der Kosten eines Privatdetektives gibt, so gibt es eine Vorgabe in der Berufsordnung für Detektive. So steht im Abschnitt F - PREISGESTALTUNG UND RECHNUNGSLEGUNG der Berufsordnung für Detektive Folgendes:

Regelungen zu den Kosten eines Privatdetektivs nach den Vorgaben der Berufsordnung für Detektive

  • Die Honorarvereinbarungen zwischen Detektiv und Auftraggeber unterliegt keinen gesetzlichen Vorgaben und sind frei verhandelbar.
  • Bei Auftragsannahme müssen alle Kostenvereinbarungen schriftlich fixiert werden.
  • Ein Kostenvorschuss ist zulässig.
  • Üblich ist eine Preisgestaltung nach Zeitaufwand, zuzüglich aller sachdienlichen Aufwendungen und Spesen, welche zu belegen sind.
  • Es kann auch ein Pauschalhonorar vereinbart werden.
  • Zwar kann ein Privatdetektiv auch ein Erfolgshonorar vereinbaren. Jedoch ist das nicht üblich, denn „Erfolg kann man nicht garantieren“.
  • Überzogene Kosten, um sich eine Notlage des Auftraggebers zu Nutzen zu machen, oder überteuerte Kosten, mit denen wissentlich die Unerfahrenheit des Kunden ausgenutzt werden, sind standeswidrig. Gleiches gilt auch für das Versprechen von Vermögensvorteilen, die den eigentlichen Wert der erbrachten Leistung übersteigen würden.
  • Die Preise und Honorarvereinbarungen müssen der Dienstleistung entsprechend sein.
  • Die Preise und spätere Rechnung müssen klar zwischen Honorar, sachdienlichem Aufwand, sacherforderlichen Spesen wie Verpflegung oder Übernachtungskosten sowie Reisekosten unterscheiden.
  • Zum sachdienlichen Aufwand zählen der Einsatz von Fahrzeugen und technischen Hilfsmitteln, erforderliche Barauslagen und Aufwendungen im Sinne von Vertrauensspesen.

Nimm dir genügend Zeit, um die Kosten für den Privatdetektiv genau zu sondieren. Hier gilt: Ist ein Stundensatz überraschend niedrig, sind die Zusatzaufwendungen oftmals sehr teuer. Vergleiche hierzu am besten auf Listando die Preise und Expertisen der einzelnen Privatdetektive untereinander.

Zusatzaufgaben können die Kosten für einen Privatdetektiv rasch in die Höhe treiben

Je nach Auftrag kann der sachdienliche Aufwand des Privatdetektivs die tatsächlichen Kosten jedoch rasch in die Höhe treiben. Daher solltest du bereits im Vorfeld besprechen, welche Hilfsmittel zum Einsatz kommen und welche Kosten dadurch entstehen können. So können durch den Einsatz von Kameras, Sendern oder Mikrofonen schnell pro Tag 300 € zusätzlichentstehen. Auch langandauernde Personenobservationen oder das Beobachten von Gebäuden sollte bezüglich des Aufwandes und der daraus resultierenden Kosten im Vorfeld besprochen werden. Schließlich ist für eine vollständige Überwachung, anders als du es möglicherweise aus dem Fernsehen kennst, mehr als nur ein Detektiv notwendig. Somit kann der Tagessatz auch einmal im vierstelligen Bereich liegen.

Kostenübersicht für die Beauftragung eines Privatdetektivs

Tätigkeit

Kosten

Einfache Arbeiten wie Adressrecherche

59 bis 150 €/Stunde

Observation oder Ermittlungsarbeit

50 bis 70 €/Stunde

Einschleusungen

Ab 70 €/Stunde

Zzgl. Kilometerpauschale

0,80 bis 1,20 €/Kilometer

Anfertigung von Fotos

2 bis 45 €/Arbeit

Pauschalhonorare

40 bis 350 €/Auftrag

Wegen der freien Honorargestaltung ist es dennoch eher schwierig, genaue Aussagen über die Kosten für einen Privatdetektiv zu treffen. Aufgrund des umfangreichen Dienstleistungsangebotes eines Privatdetektivs kann meist erst nach einem ersten Beratungsgespräch die Preisfrage genau geklärt werden.

Wo findest du einen Privatdetektiv?

Wenn du einen Privatdetektiv in deiner Nähe suchst, hilft dir am besten eine Expertensuche auf Plattformen wie Listando. Hier kannst du die Erfahrungen, Preise und Angebote der unterschiedlichen Detekteien gezielt miteinander vergleichen. So findest du garantiert den richtigen Ermittler für dein Anliegen. Und wenn du unentschlossen bist, lasse dir mehrere Angebote erstellen und vorlegen. So kannst du dich in Ruhe für den richtigen Privatdetektiv entscheiden. Der richtige private Ermittler in deiner Nähe ist also nur wenige Klicks entfernt!

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FAQ – Häufig gestellte Fragen über Privatdetektive



Wie viel kostet ein Privatdetektiv pro Tag?

Die Kosten für einen Privatdetektiv berechnen sich auf Basis der aufgewendeten Arbeitsstunden/Einsatzstunden. Je nach Detektei liegen diese zwischen 59,00 und 150,00 €. Doch je nach Einsatzort und Auftrag, können die Preise auch deutlich höher liegen. So zahlst du beispielsweise für das Fotografieren und anschließende Entwickeln der Bilder zusätzlich zwischen 2 bis 45 €. Soll eine Person irgendwo eingeschleust werden, wird wegen des Sicherheitsrisikos von vielen Detekteien ebenfalls ein höherer Stundensatz erhoben. Dieser beginnt in der Regel bei 70 €. Nicht enthalten in den Kosten für den Privatdetektiv sind in der Regel die Kilometerpauschale und Spesen. Die An- und Abfahrtspauschale schwankt zwischen 0,80 bis 1,20 €/Kilometer. Die Spesen sind, je nach Ausgaben, variabel. Doch auch die Komplexität der Aufgabe spielt bei der Preisbildung eine wichtige Rolle. So werden beispielsweise für Bonitätsprüfungen oder Ermittlung von Bankverbindungen manchmal mehr als 1.000 € fällig.


Was kann ein Detektiv alles herausfinden?

Ein Detektiv ist ein diskreter Ermittler, der nicht nur zum Beschatten eines vermeintlich untreuen Partners beauftragt werden kann. Gängige Einsatzfelder von Privatdetektiven sind:

  • Observierungen in Verdachtsmomenten von Unternehmensbetrug, Lohnfortzahlungsbetrug, Arbeitszeitbetrug, Unterhaltsbetrug oder (ehelicher) Untreue
  • Beweisen von Nachstellungen (Stalking)
  • Anlagebetrug
  • Abhörschutz


Was darf ein Privatdetektiv und was nicht?

Auch wenn einem das in den diversen Fernsehkrimis immer vorgegaukelt wird: Ein Privatdetektiv darf nicht alles. Auch ein privater Ermittler muss sich bei seinen Einsätzen an das Strafgesetzbuch, die Gewerbeordnung und die Strafprozessordnung halten. Außerdem bekleidet ein Privatdetektiv aus rechtlicher Sicht kein öffentliches Amt. Daher hat er auch nicht dieselben Freiheiten wie ein Polizeibeamter. Auch mit einer Zulassung und Zertifizierung ist und bleibt ein Detektiv immer eines: eine Privatperson. Demnach darf er während seiner Arbeit niemals die Justiz in irgendeiner Weise behindern.

Dennoch steht es ihm frei, eigenständig zu ermitteln, wenn er die geltenden Vorschriften des Strafgesetzbuches und das Datenschutzgesetzes (Persönlichkeitsrecht) beachtet. Daher darf ein Detektiv zwar Observationen durchführen. Er darf die jeweilige Person aber nie in ihrem eigenen Haus oder der eigenen Wohnung observieren. Auch nicht mit technischen Hilfsmitteln. Grundsätzlich sind nur Observationen im öffentlichen Raum zulässig – ausgenommen davon sind Umkleidekabinen oder Toiletten. Sind im Falle einer Observierung Fotos notwendig, gilt: Fotografieren im Privatbereich einer Person ist verboten. Doch hier kommt es auf den Einzelfall an. So dürfen bei Beschattungseinsätzen Bilder gemacht werden, wenn damit das höhere Interesse gewahrt werden soll. Ausgeschlossen sind dauerhafte Videoüberwachungen mit einer Kamera. Ebenso untersagt ist das Abhören und Mitschneiden von Gesprächen.

Während der Observation darf der Detektiv auch Durchsuchungen durchführen – wenn das nicht mit einem Hausfriedensbruch verbunden ist. Es ist dem privaten Ermittler durchaus gestattet, persönliche Objekte wie Tagebücher, Jacken oder Handtaschen zu durchsuchen. Er kann davon auch Fotos zu Beweiszwecken anzufertigen. Aber nur, wenn die Gegenstände oder Informationen nicht vor den Augen oder dem Zugriff durch Dritte (Passwort) geschützt sind (§ 202 StGB). Ausgenommen davon sind Unterlagen, die offen in einem Zimmer herumliegen.

Weitere Dinge, die ein Detektiv nicht darf, sind:

  • Verhaftungen durchführen. Sie dürfen aber eine Person vorübergehend festsetzen, bis die Polizei kommt. Beispielsweise wenn jemand beim Ladendiebstahl auf frischer Tat ertappt wurde.
  • Körperliche Gewalt androhen oder jemandem körperliche Gewalt antun.
  • Auch Detektive müssen sich an das Waffenrecht halten.
  • Sie dürfen keine Verdächtigen abtasten.

Wann kann man einen Privatdetektiv beauftragen?

Jede Privatperson, die Gewissheit über die Treue des eigenen Partners haben möchte, oder im Falle eines Nachbarschaftsstreits eine Sabotage auf seinem eigenen Grundstück vermutet, kann einen Privatdetektiv beauftragen. Auch zur Datenbeschaffung, beispielsweise bei Erbstreitigkeiten oder Scheidungen ist ein Detektiv manchmal sehr nützlich.