Einzelstunden kosten etwa zwischen 60 € bis 120 €, während eine Mitgliedschaft in einem Yogastudio bei etwa 50 € im Monat liegt.

Wie teuer ist eine Yoga Stunde?

Es schwankt zwischen den Bundesländern und natürlich spielen auch die Yoga-Art, die Ausbildung des Lehrers, Raumkosten, Materialien usw. eine Rolle in der Preisgestaltung. Um einen besseren Überblick der Preise zu gewähren, bedienen wir uns am Beispiel von 10er Karten und betrachten einen kleinen Querschnitt aus Deutschland. Daraus lässt sich etwa der Preis pro Stunde bzw. pro Kurs – für gewöhnlich 60 oder 90 Minuten - herunterbrechen.

Bundesland

Preis pro 10er Karte

Preis pro Kurs

Bayern

139 €

13,90 €

Schleswig-Holstein

126 €

12,60 €

Nordrhein-Westfalen

152 €

15,20 €

Sachsen

134 €

13,40 €

Baden-Württemberg

145 €

14,50 €

Berlin

128 €

12,80 €

Auf den ersten Blick wirken die Preise recht nah beieinander, doch der regionale Unterschied wird schnell klar. So kostet eine Karte in Düsseldorf durchschnittlich 24 € mehr als in Berlin. Der grobe Bundesdurchschnitt liegt bei 145 € pro 10er Karte. Da 10er Karten oft günstiger sind als einzeln gebuchte Kurse, kann man davon ausgehen, dass ein Yogakurs bis zu 20 € kostet. Tatsächlich reicht die Spanne sogar bis 75 €, manchmal sogar bis zu 90 € für Einzelstunden oder besondere Arten von Yoga, wie das Bikram-Yoga. Dieser Yoga-Stil braucht 40°C Raumtemperatur und demnach einen höheren Aufwand als andere Einheiten.

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Werden Yoga Kurse von der Krankenkasse bezahlt?

Auch wenn die gesundheitlichen Benefits durch Yoga mittlerweile verbreitet und bekannt sind, werden nicht alle Kurse von den privaten und gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst. Schauen wir uns die Kriterien einmal genauer an.

Gesetzliche Krankenkassen

Das Yogastudio benötigt eine Zertifizierung, um zur Auswahl der bezuschussten Studios zu gehören. Dazu wird bei der zentralen Prüfstelle für Prävention ein Antrag eingereicht, damit die Yoga-Kurse zertifiziert werden können. Unterstützt werden Versicherte im Rahmen der Gesundheitsvorsorge – also für sogenannte Präventionskurse. Dabei können bis zu zwei Gesundheitskurse pro Jahr bei der Kasse beantragt werden – vor allem, um stressbedingten Erkrankungen vorzubeugen.

Die Höhe der Bezuschussung fällt von Kasse zu Kasse unterschiedlich aus. Die AOK, DAK, TK und IKK beteiligen sich mit etwa 75 € bis 90 € für einen zertifizierten Yogakurs. Einige Kassen sogar mit bis zu 250 € im Jahr.

💡Wichtig: Die Kostenerstattung hängt auch davon ab, dass du als Kursteilnehmer eine Bescheinigung vom Kursleiter erhältst, die bestätigt, dass mindestens 80% des Kurses absolviert wurden.

Private Krankenkassen

Hier hängt die Bezuschussung vom gewählten Tarif und der jeweiligen Versicherung ab. Etliche private Krankenkassen übernehmen sogar die gesamten Kosten für präventive Yogakurse. Hin und wieder kann vorab auch eine Prüfung von Seiten der Krankenkasse durchgeführt werden – außer, es liegt die Empfehlung eines Arztes vor.

Es gibt auch private Krankenkassen, die – wie die gesetzlichen – einen Pauschalbetrag übernehmen. Einige der privaten Kassen übernehmen jedoch gar keine Kosten für präventive Maßnahmen. Es macht Sinn, sich vor Abschluss eines Tarifes über solche Bestimmungen zu informieren.

Tipp: Allgemein macht es Sinn, kurz Rücksprache mit deiner Versicherung zu halten – ob privat oder gesetzlich, um auf Nummer Sicher zu gehen, ehe du einen Kurs buchst.

Welche Vorteile hat Yoga?

Einige, so viel ist klar. Nicht umsonst konnte sich diese Praxis über Jahrtausende halten. Mittlerweile konnten etliche Studien eine präventiv wirksame und heilende Unterstützung von Körper und Geist nachweisen. Deshalb wird Yoga heute sogar in Deutschland als Therapieform anerkannt.

Doch zuerst: Was genau ist Yoga eigentlich?

Yoga ist eine Übungspraxis oder auch Lehre, die vor einigen tausend Jahren im altindischen Raum entstand. In erster Linie diente sie der Meditation, der Atemberuhigung und der Reflexion – das körperbasierte Hatha Yoga kam erst eine ganze Zeit später hinzu und nahm einen anderen Fokus als das ursprüngliche Yoga.

Die Grundidee hat sich jedoch nicht verändert: Geist, Körper und Atem eines Menschen in Einklang zu bringen und dabei für mehr innere Klarheit, Konzentration und Ausgeglichenheit sorgen. Yoga soll uns Selbsterkenntnis liefern und uns helfen, unseren Wesenskern zu erfassen.

Die Ausführung von Yoga besteht aus einzelnen Figuren – den sogenannten Asanas – die über eine gewisse Zeit gehalten und in fließenden Bewegungen gewechselt werden, um einen Flow zu kreieren. Auch die Atmung ist wichtiger Bestandteil und wird als Pranayama bezeichnet. Hierbei werden bestimmte Atemtechniken und Übungen angewandt, um Geist und Körper in Einklang zu bringen.

Zusammenfassend besteht Yoga aus drei Säulen:

Asanas: die Figuren bzw. Körperübungen

Pranayama: die Atemübungen

Mediation: Fokus und innere Ruhe

Und daraus resultierend: Regeneration, Entspannung und Ausgeglichenheit

Benefits für deinen Körper

Yoga kann dir auf vielen Ebenen helfen, dich gesünder und fitter machen. Schauen wir uns genauer an, welche Vorteile Yoga dem Körper bringt.

🌀Deine Muskeln, Sehnen und Bänder werden gestärkt, gedehnt und aktiviert. Dabei beansprucht Yoga verschiedenste Muskelgruppen, sodass ein Training niemals einseitig ist. Außer du legst deinen Fokus eigenständig auf eine bestimmte Körperpartie. Durch das Halten der Asanas können die Übungen auch in tieferen Muskelebenen wirken und deine Faszien entfilzen und verbessern. Langfristig wirst du dadurch beweglicher, schmerzfreier und rundum fitter.

🌀Weniger Unwohl- und mehr Körperbewusstsein. Yoga wird zwar nicht unbedingt als Sportart zum Abnehmen gewertet, hilft dir aber enorm dabei, ein besseres Körpergefühl zu entwickeln. Dabei wirst du ganz automatisch anfangen, mehr auf dich zu achten und dich gesünder zu ernähren. Außerdem hilft Yoga wunderbar gegen Unwohlsein, weil es auch die Organe mit einbezieht. Es gibt sogar Yogaübungen speziell gegen körperliche Beschwerden wie Übelkeit.

🌀Außerdem stärkt Yoga das Nervensystem, unterstützt Lunge und Herz und fördert die Konzentrationsfähigkeit. Langfristig verbessern sich dein Immunsystem, der Atemapparat und der Kreislauf. Auch deine Haltung wird insgesamt besser durch die regelmäßige Bewegung und die Dehnung der Bänder und Gelenke. Die einzelnen Asanas zielen auch darauf ab, die Muskulatur an- und wieder zu entspannen. Da viele der Posen den Oberkörper stärken, wirkt sich das natürlich positiv auf eine aufrechte Körperhaltung aus.

Benefits für deinen Geist

Yoga hilft jedoch nicht nur dem Körper, wieder in Harmonie zu finden, sondern auch unserem Geist.

🌀Durch Yoga wird Stress abgebaut. Der Fokus liegt auf den Bewegungen und auf der Atmung. So gelingt es uns, auch einfach mal den Kopf für eine Weile abzuschalten und uns auf das Wesentliche zu besinnen. Regelmäßiges Yoga führt durch Meditation und Atemtechniken außerdem zu einer erhöhten Resilienz, entsprechend mehr Gelassenheit und weniger kreisende, negative Gedanken. Dadurch erleben wir auf lange Sicht ein Gefühl von mehr Bodenständigkeit und Geerdet sein.

🌀 Das vegetative Nervensystem wird ausgeglichen. Das gehört genauso in die Vorteile für den Geist wie für den Körper. Unser Nervensystem sorgt nämlich nicht nur dafür, ob unser Körper unruhig und angespannt ist, sondern auch, wie wir uns mental fühlen. Yoga aktiviert den Parasympathikus – also den Bereich, der für unsere innere Ruheverantwortlich ist. Viele Menschen haben heutzutage einen ausgeprägten Sympathikus – also der Bereich, der für den Fight or Flight Modus verantwortlich ist, was u.a. zu Grübelschleifen, innerer Unruhe und Angstzuständen führen kann.

🌀Mehr Präsenz im Hier und Jetzt. Da Meditation und Atmung ein großer Bereich des Yogas sind, wird auch gleich deine mentale Präsenz geschult. Wir merken mitunter gar nicht mehr, dass wir nur noch in unseren Köpfen leben, den ganzen Tag unseren eigenen Gedanken lauschen und damit meist irgendwo in der Vergangenheit oder in der Zukunft verweilen. Das Gespräch mit dem Chef morgen oder der Streit mit der Freundin vor zwei Wochen … Kaum ein Mensch ist noch präsent und achtsam in seinem Alltag. Auch hier hat Yoga eine wunderbare Wirkung, die du mit Geduld und Praxis erreichen wirst und nie wieder missen möchtest – versprochen.

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Hat Yoga Nachteile?

Wir würden gerne „Nein“ sagen, aber wie bei jeder körperlichen und sportlichen Betätigung, gibt es auch im Yoga Risiken und Verletzungsgefahren. Jeder, der mit Yoga anfangen möchte, sollte sich darüber im Klaren sein, dass es streng genommen eine Sportart ist – auch wenn eigentlich Atmung und Meditation im Vordergrund stehen. Viele Yoga-Stile fokussieren sich heutzutage auf die Ausführung verschiedener Posen, Muskelaufbau und Kraft.

Welche Verletzungen können durch Yoga entstehen?

Wenn Figuren nicht korrekt ausgeführt werden, kann es zu:

  • Gelenkschmerzen/Überlastung,
  • Musekelverletzungen oder -reizungen,
  • Sehnenentzündung,
  • Stauchungen,
  • Blutrückstau,
  • und Neurologische Schädigungen kommen.

Viele dieser Nachteile treten sehr selten auf und in der Regel durch eine ungünstige Kombination aus verschiedenen Faktoren. Wer gesundheitlich vorbelastet ist, sollte vorab mit einem Arzt klären, ob ein Yogakurs unbedenklich machbar ist.

Kann ich mögliche Nachteile vermeiden?

Auf jeden Fall! Vor allem Anfänger dürfen ein besonderes Augenmerk darauf legen, denn Verletzungen und andere Risiken können absolut vermieden werden.

✓  Achte darauf, dass dein Lehrer sich ausreichend Zeit nimmt. Gerade als Anfänger musst du langsam und mit Bedacht in die verschiedenen Posen eingeführt werden. Wenn du das Gefühl hast, dein Lehrer nimmt sich nicht ausreichend Zeit, dann suche dir bitte ein neues Studio.

✓  Beim Yoga geht es vor allem darum, den Fokus nach innen zu richten. Höre also unbedingt auf deinen Körper, wenn du mit Yoga anfängst. Es geht nicht darum, deine Limits zu pushen und Schmerzen zu ignorieren, sondern dass die Asanas sich gut anfühlen.

✓  Ein gewisser Dehnungsschmerz ist völlig normal. Wichtig ist nur, dass er nicht so stark wird, dass du innerlich oder körperlich gegenspannen musst, um es auszuhalten – dann läuft auf jeden Fall etwas nicht richtig.

Deine Motivation, etwas verändern zu wollen, ist wunderbar – mute dir also nicht gleich zu viel zu und genieße lieber die Reise auf dem Weg hin zu einem gesünderen Körper und Geist, als nur das Ziel vor Augen zu haben.