Zwischen 350 € und 2.000 € kostet ein Umzug bei einem Umzugsunternehmen.

Welche Kosten genau auf dich zukommen, hängt vor allem von der Größe der Wohnung beziehungsweise des Umzugs, aber auch von der Entfernung zwischen dem alten und dem neuen Wohnort ab. Ab einer Strecke von 50 Kilometern spricht man von einem Fernumzug. Die Kosten liegen dann in der Regel im mehrfach vierstelligen Bereich.

Umzüge sind nicht nur stressig, sondern meistens auch teuer. Neben den Kosten für die neue Wohnung, Neuanschaffungen und Ummeldekosten fallen für den Umzug selbst oft ebenfalls hohe Aufwendungen an - und zwar selbst dann, wenn der Umzug privat organisiert wird. Oft lohnt es sich daher, über die Inanspruchnahme eines professionellen Umzugsunternehmens nachzudenken. Wer es clever angeht, spart dabei sogar noch Geld. Wir zeigen dir, wie du deine Umzugskosten realistisch berechnest und welche Kosten du einplanen musst…

Wie teuer ist in der Regel eine Umzugsfirma?

Die Kosten für eine Umzugsfirma ergeben sich in der Regel aus dem Umfang des Umzugs und der Entfernung zwischen dem alten und dem neuen Wohnort. So zahlst du beispielsweise für einen Umzug einer 35-Quadratmeter Wohnung in ein anderes Stadtviertel deutlich weniger als für einen Umzug einer 100-Quadratmeter Wohnung oder einen Fernumzug. Je nach Größe und Entfernung liegen die üblichen Kosten in etwa zwischen 350 und 4.000 €. Aber auch zwischen den Anbietern können die Preise stark variieren. Wir empfehlen dir daher, unbedingt mehrere Angebote einzuholen und zu vergleichen.

Außerdem lohnt es sich, ein Umzugsunternehmen in deiner Nähe zu beauftragen. Muss der Betrieb lange Wege auf sich nehmen, um zum Einsatzort zu gelangen, musst du zusätzlich mit hohen An- und Abfahrtskosten rechnen.

Aber wie teuer ist denn nun eigentlich eine Umzugsfirma? Hier ein paar Beispiele, welche Kosten üblich sind:

Wohnungsgröße

Kosten lokaler Umzug (bis 50 km)

Kosten Fernumzug (über 500 km)

ca. 35 - 40 m2

350 - 1.050 Euro

750 - 1.800 Euro

ca. 60 - 65 m2

700 - 1.200 Euro

1.000 - 2.400 Euro

ca. 85 - 90 m2

850 - 1.450 Euro

1.250 - 3.000 Euro

größer als 120 m2

1.200 - 2.000 Euro

1.500 - 3.600 Euro

Übrigens: Einige Umzugsunternehmen bieten gegen Aufpreis außerdem sogenannte Komplettpakete an. Diese beinhalten zusätzlich zum Umzug noch das Kistenpacken sowie den Auf- und Abbau von Möbeln, sodass du dich um gar nichts mehr kümmern musst. Das hat allerdings auch seinen Preis: Zwischen 3.000 und 5.000 musst du für den Rundum-Service einkalkulieren, bei Fernumzügen sogar noch mehr.

Du möchtest dir ein Angebot für deinen geplanten Umzug einholen? Gute Umzugsunternehmen in deiner Nähe findest du zum Beispiel bei Listando.

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Was kostet ungefähr ein Umzug?

Wir haben bereits darauf hingewiesen: Meist handelt es sich bei den Kosten eines Umzugs um mehr als nur die Transportkosten. Zwischen 600 und 1.000 sind für einen durchschnittlichen Umzug, mit allem drum und dran, üblich. Je nachdem, wie umfangreich dein Umzug ist, kann es teilweise sogar günstiger sein, einen Umzugsservice in Anspruch zu nehmen. Aber wie setzen sich diese Kosten zusammen und welche Kosten solltest du bei deinem Umzug auf dem Schirm haben? Das zeigen wir dir jetzt…

Wohnungskosten

Wenn du in eine neue Wohnung ziehst, fallen meistens bereits horrende Kosten an. Neben der Kaution und eventuellen doppelten Mietzahlungen fallen im Normalfall noch Renovierungskosten an. Pauschal kannst du etwa 30 Cent pro Quadratmeter Wohnfläche für Renovierungsarbeiten einplanen. Mit ein bisschen Glück übernehmen die Nachmieter die Renovierung deiner alten Wohnung. Nichtsdestotrotz sind mindestens ein paar Schönheitsreparaturen (z.B. Bohrlöcher spachteln) fällig. Hier lohnt es sich, mit den Nachmietern zu sprechen und eine individuelle Vereinbarung zu treffen. Diese wird meistens vom Vermieter akzeptiert. Wie hoch die Renovierungskosten für die neue Wohnung ausfallen, hängt natürlich von deinen persönlichen Vorstellungen sowie vom Zustand der Wohnung ab. Zu den Wohnungskosten zählen übrigens auch die Kosten für eine neue Einrichtung. Je nachdem, ob Neuanschaffungen geplant sind, liegen die Kosten für eine neue Einrichtung zwischen 0 und mehreren 1.000 €.

Gut zu wissen: Ob neue Einrichtungsgegenstände geplant sind oder nicht, solltest du bei deiner Kostenplanung im Hinterkopf behalten! Je schlanker der Umzug ist, desto günstiger wird auch die Dienstleistung einer Umzugsfirma. Außerdem kannst du deine alten Möbel verkaufen und damit zum Beispiel die Umzugskosten finanzieren.

Umzugskosten

Der Umzug selbst macht in der Regel mit die größten Kosten aus. Neben den Kosten für Umzugswagen und Transport müssen auch Kosten für Umzugskartons und Verpackungsmaterial sowie für die Verpflegung der Umzugshelfer eingeplant werden. Diese fallen, je nach Größe der Wohnung und Entfernung zum Umzugsort, mehr oder weniger hoch aus. Einige 100 € solltest du allerdings mindestens einplanen.

Zum Vergleich: Ein professionelles Umzugsunternehmen kostet in der Regel zwischen 350 € und 2.000 €, je nach Umfang und Entfernung. Ein selbst gemieteter Transport kostet zwischen 60 € und 200 € Mietgebühr, zuzüglich etwa 10 € bis 200 € für Sprit.

Für die Verpflegung der Umzugshelfer kannst du ungefähr 50 € bis 200 € einplanen, je nach Anzahl der Helfer und Dauer des Umzugs. Ein Umzugskarton kostet dich etwa 2,50 €. Wie viele Kartons du benötigst, hängt davon ab, wie viele Sachen verpackt werden müssen. Vorher ausmisten kann also bares Geld sparen. Viele hilfreiche Tipps für einen entspannten Umzug findest du auch in unserem Artikel Umzug planen: Die 5 besten Tipps + Checkliste.

Ummeldekosten

Umzug geschafft? Dann fallen meistens noch ein paar behördliche und organisatorische Gebühren an. Spätestens drei Monate nach dem Umzug musst du dich in der Regel beim lokalen Einwohnermeldeamt ummelden. Dafür erhebt die Stadt oder Gemeinde eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von etwa 10 € bis 20 €. Und auch die Ummeldung deines Telefon- und Internetanschlusses kann kostenpflichtig sein. Viele Anbieter werben mittlerweile mit einem kostenlosen Umzugsservice. Ansonsten betragen die Gebühren üblicherweise zwischen 50 € und 80 €. Gegebenenfalls musst du auch dein Auto ummelden. Hier fallen in der Regel saftige Gebühren in Höhe von 50 € an. Wenn du zusätzlich noch ein neues Kennzeichen benötigst, weil du beispielsweise in einen neuen Kreis gezogen bist, fallen noch einmal etwa 35 € pro Kennzeichenpaar an.

Übrigens: Auch deinen Stromanbieter solltest du über deinen Umzug in Kenntnis setzen! Dieser händigt dir eine Ablesekarte aus, auf der du den aktuellen Zählerstand einträgst, bevor du deine Wohnung an die Nachmieter übergibst. Hierfür fallen aber in der Regel keine Kosten an.

Sonstige Kosten

Je nachdem, wie dein Umzug organisiert ist, können noch ein paar Extrakosten auf dich zukommen:

Wenn du zum Beispiel den Umzugswagen zum Ein- und Ausladen in einer direkt vor der Tür parken möchtest und sichergehen möchtest, dass in dieser Zeit niemand dort parkt, muss dies vorher beim örtlichen Ordnungsamt genehmigt werden - natürlich gegen Gebühren. Die behördliche Genehmigung kostet zwischen 12 € und 40 €. Hinzu kommt eine Leihgebühr von etwa 3 € bis 15 € pro Tag für die Schilder, zuzüglich einer Kaution in Höhe von 100 €. Für den Aufstellservice der Halteverbotsschilder fallen noch einmal 60 bis 140 € an.

Du möchtest deine Post nachgesendet bekommen? Dann lohnt sich ein sogenannter Nachsendeauftrag bei der Post. Diesen kannst du ganz einfach online beantragen. Die Gebühr für diesen Service kostet in der Regel zwischen 20 € und 40 €. Dann wird dir für etwa 6 Monate deine Post an deine neue Adresse nachgesendet. Auf Wunsch informiert die Post die Absender sogar für dich über deine neue Anschrift. Praktisch, oder?

Wie berechnet man Umzugskosten?

Du möchtest einen Umzugsservice in Anspruch nehmen? So berechnet die Umzugsfirma die Kosten…

Ein Kubikmeter (m3) Umzugsgut kostet etwa 25 €. Ein Kubikmeter Umzugsgut entspricht etwa 10 Umzugskartons. Wie viel Kubikmeter Umzugsgut bei einem Umzug zusammenkommen, ist allerdings sehr individuell. Das ist abhängig von…

  • der Fläche der Wohnung
  • der Anzahl der umziehenden Personen (und Kinder)
  • der Anzahl von Keller- und Abstellräumen beziehungsweise Dachböden
  • dem Vorhandensein eines Balkons oder einer Terrasse
  • dem Möblierungsgrad der Wohnung (niedrig, mittel, hoch)
  • der Anzahl und Größe der Möbel, die mit umgezogen werden

Aus diesen Faktoren ermittelt die Umzugsfirma die Kubikmeterfläche und multipliziert sie mit den 25 €. Das Ergebnis ist der sogenannte Grundpreis für den Umzug.

Dazu kommen gegebenenfalls noch Zusatzleistungen, zum Beispiel für…

  • höhere Stockwerke
  • längere Laufwege
  • Möbelabbau und -montage
  • Transport besonders empfindlicher Güter
  • hohe Distanzen zum Einsatz- beziehungsweise Umzugsort

Soweit zur Theorie. Beispiel gefällig? Dann lies unbedingt weiter…

Was kostet Umzug 50qm?

Jetzt weißt du, wie eine Umzugsfirma klassischerweise die Kosten für deinen Umzug berechnet. Aber was bedeutet das nun in der Praxis?

Angenommen, du ziehst aus einer 50 Quadratmeter großen Wohnung etwa 20 Kilometer entfernt in eine neue Wohnung und beauftragst dafür eine Umzugsfirma. Es handelt sich um eine durchschnittlich eingerichtete 2-Personen-Wohnung mit einem kleinen Kellerabteil und einem Balkon. Einen Teil der Möbel verkaufst du vor dem Umzug über eine Kleinanzeigenbörse. Insgesamt entstehen daraus etwa 20 Kubikmeter Umzugsgut. Multiplizierst du diese mit 25 €, erhältst du einen Grundpreis von 500 €.

Dazu kannst du dann eventuell noch Zuschläge für Zusatzleistungen sowie die genannten privaten Wohnungs-, Umzugs- und Ummeldekosten rechnen. Je nachdem, wie umfangreich diese ausfallen, kann ein privater Umzug oder ein Umzugsservice sinnvoll sein. Mache dir am besten eine Liste mit den Kosten, die voraussichtlich für deinen Umzug anfallen und hole dir Angebote ein!

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Kann ich Umzugskosten von der Steuer absetzen?

Ja, zumindest teilweise. Im Rahmen der haushaltsnahen Dienstleistungen können insgesamt 20 Prozent und maximal 4.000 € pro Jahr abgesetzt werden. Wenn du aus beruflichen Gründen umziehst, zum Beispiel um eine doppelte Haushaltsführung zu vermeiden, kannst du die Umzugskosten auch als Werbungskosten geltend machen. Das gilt allerdings nicht, wenn der Arbeitgeber den Umzug finanziert. Einmal im Jahr kann außerdem einmal pro Umzug die sogenannte Umzugskostenpauschale in Anspruch genommen werden.

Folgende Kosten kannst du im Rahmen der Umzugskostenpauschale absetzen:

  • Trinkgelder für Möbelpacker und Verpflegungskosten für die Umzugshelfer
  • Handwerkerkosten für den An- und Abbau von elektronischen Geräten sowie von Vorhängen, Rollos und deren Halterungen
  • Gebühren für die Ummeldung beim Einwohnermeldeamt
  • Kosten für verpflichtende Schönheitsreparaturen in der alten Wohnung
  • etc.

Viele Steuerprogramme enthalten mittlerweile wertvolle Hinweise, inwieweit und über welchen Posten du deine Umzugskosten geltend machen kannst. Wenn du unsicher bist, welche Kosten du absetzen kannst, kannst du auch bei deinem Umzugsunternehmen, bei einem Steuerberater oder direkt bei deinem zuständigen Finanzamt nachfragen.

Fazit

Umzüge sind immer mit Kosten verbunden. Neben den Umzugskosten selbst fallen in der Regel noch viele weitere Kosten an, zum Beispiel für Renovierungsarbeiten, die Ummeldung der Wohnung oder behördliche Gebühren. Mit einer guten Organisation und Planung lassen sich diese allerdings sehr gut eingrenzen. Vor allem, wenn ein größerer Umzug geplant ist, kann sich auch die Inanspruchnahme einer Umzugsfirma lohnen. Dabei sparst du dir außerdem viel Stress. Hole dir am besten mehrere Angebote ein und vergleiche die Kosten für einen privaten Umzug versus Umzugsservice! Gut zu wissen: Einen Teil deiner Umzugskosten kannst du über deine Einkommenssteuererklärung geltend machen.